How to be irish von David Slattery

How to be irish

Autor: David Slattery

Originaltitel: How To Be Irish
Originalverlag: Orpen Press
Aus dem Englischen von Gabriele Haefs

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75484-7
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50 * (* empf. VK-Preis)

Sie planen ihren Urlaub in Irland zu verbringen oder gar sich dort niederzulassen? Dann sofort los und dieses Buch kaufen. Ebenfalls auf den Weg ins nächste Buchgeschäft sollten sie sich machen, wenn sie Insiderwissen über Irland wünschen oder einfach nur Spaß an anthopologischen Beobachtungen haben. Der Sozialanthropole David Slattery hat sich seiner Landleute angenommen und will es angehenden Plastic-Paddys (Zugereisten) und Touristen leichter machen, sich durch den irischen Alltag zu bewegen ohne ungewollte Fauxpas zu begehen. So erfahren wir beim Lesen, dass wir uns als Besucher der Insel als erstes von der Vorstellung trennen sollten, dass in Irland englisch gesprochen wird. Es klingt zwar wie englisch, ist aber etwas das sich Hiberno nennt. Was bedeutet, die Wörter und Redewendungen klingen zwar gleich, aber haben eine völlig andere Bedeutung.  Fragt zum Beispiel jemand: Wie geht es Dir? So bitte keinesfalls eine tatsächliche Erklärung der Gemütslage liefern. Es ist nur eine Form von „Hallo“ in dem ein „geh bloss schnell weiter“ mitschwingt.

Wichtig auch die Hinweise wie sich auf Beerdigungen, Hochzeiten und im Bewerbungsgesprächen zu verhalten ist. Auch scheint der Pub Besuch ein Minenfeld zu sein, in dem man leicht Fehler begehen kann. Es wird eindringlich erläutert, wie man richtig in sein Pint weint, um sich nicht allzu sehr von den Einheimischen zu unterscheiden.

David Slattery´s äußerst unterhaltsame Anleitung zum Irish-Sein hat sehr viel Spaß gemacht und mich nun schon zweimal bis 03:00 Uhr nachts wachgehalten … meinen Mann auch, weil ich an einigen Stellen derartig lachen musste, dass er wieder wach wurde.

Jane Austen von Felicitas von Lovenberg

Jane Austen - Felicitas v. Lovenberg

Da dachte ich doch, bevor ich mein Jane Austen Projekt starte, lese ich doch erst einmal etwas Biografisches zu Jane Austen. Bei meiner Suche stieß ich auf obiges Buch und dachte noch einmal, diesmal aber total daneben, Frau von Lovenberg ist Literaturchefin der FAZ, daher wird sie sich so einer Biografie sicher kompetent annehmen. Nun, genau das tut sie nicht. Sehr oberflächlich wird Bekanntes abgehandelt und als Füllstoff Bezüge zu dem Film „Geliebte Jane“ mit Anne Hathaway hergestellt.

Fazit: Nicht empfehlenswert!

Jane Austen

Diesen Sommer werde ich mich also den Romanen Jane Austens widmen. Bis auf Northanger Abbey habe ich sie nun beieinander.

jane austen

Ich habe mich für Jane Austen entschieden, weil mich das Jane Austen Project interessiert. Die sechs Romane Jane Austens werden von zeitgenössischen AutorInnen neu erzählt. Bevor ich mich den Adaptionen widme, werde ich also noch einmal die Originale lesen. Einige davon, wie Emma, Stolz und Vorurteil und Verstand und Gefühl kenne ich zwar bereits, aber Gutes lässt sich auch zweimal lesen.

Die Stunde der Flammen von Hardy Crueger

Die Stunde der Flammen

Autor: Hardy Crueger

Verlag: KBV

ISBN: 978-3-95441-252-5 | 392 Seiten
11,90 Euro (inkl. MwSt.) Taschenbuch

Als auf dem Brocken in einem Fahrzeugwrack die verkohlte Leiche einer Frau gefunden wird, geht niemand von Mord aus. Die Sache wird als Suizid eingestuft und zu den Akten gelegt. Als eine junge Frau in Hillersheim in einem Gartenhaus verbrennt, geht man von einem Unfall aus. Doch als eine dritte Frau, im Landkreis Börde unter ähnlichen Umständen ums Leben kommt, ist klar, es handelt sich um Mord. Und es ist klar, es wird nicht der letzte sein. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Carsten Sanders von LKA Niedersachsen und seine Kollegin Mandy Kolwicz aus Sachsen-Anhalt sollen gemeinsam ermitteln.

Mit diesem Krimi ist mir etwas passiert, was es lange nicht mehr gab, ich wollte nur kurz reinschauen und blieb hängen. Das Leseexemplar war gestern in der Post und heute morgen um 02:00 habe ich es aus der Hand gelegt.

Hardy Crueger schreibt spannend ohne billige Effektheischerei und ohne in Blut zu schwelgen, obwohl es sich um extrem grausame Morde handelt. Seine Charaktere sind stimmig und haben Ecken und Kanten. Der Plot ist raffiniert, gut durchdacht und originell.

Was also bleibt zu wünschen übrig? … Mehr solcher Thriller.

Wind im Mond von Eric Linklater

Wind im Mond

Eric Linklater

Illustriert von Nicolas Bentley
Reihe Hanser
Übersetzt von Peter Gan überarbeitet von Gabriele Haefs
Deutsche Erstausgabe
Ab 9, zum Vorlesen
ISBN 978-3-423-62181-6
1. Auflage, 1. August 2004

Wenn Wind im Mond ist, müsst ihr aufpassen, wie ihr euch benehmt, bläst er euch direkt ins Herz, und ihr werdet euch noch lange schlecht benehmen.

… warnt Major Palfrey seine Töchter Dorinda und Dinah, bevor er sich auf eine gefährliche und geheime Mission nach Bombardien begibt.

Dinah und Dorinda stellen bald fest, dass Dinge die sie aus guten Willen anstellen, von den Erwachsenen oft als böse angesehen werden. So beschließen sie, dass sie sich auch gleich schlecht benehmen und Spaß haben können.  Als sie dann noch entdecken, dass sie Zauberkräfte haben gibt es kein halten mehr. Sie erleben allerlei Abenteuer und gewinnen einige außergewöhnliche Freunde. Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihr Vater bei seinem Einsatz in Gefahr geraten ist und sie machen sich auf den Weg ihm zu helfen.

Eric Linklater hat dieses Buch in den 40ziger Jahren geschrieben und in der Bombardei ist unschwer Nazideutschland zu erkennen Die Geschichte hat es nichts von ihrer Aktualität verloren. Besonders in einer Zeit, in der uns so vieles als alternativlos aufgeschwatzt wird. Für Dinah und Dorinda gibt es dieses Wort nicht. Sie machen sich auf die Suche nach Lösungen für ihre Probleme und gehen dabei auch ungewöhnliche Wege.

An einer Stelle meint Major Palfrey zu seinen Töchtern:

Als ich ein Junge war, musste ich meinen Eltern in allem und jedem gehorchen

Worauf diese antworten:

„Ich denke gern selber über alles nach“, sagte Dinah. „Ich auch“, sagte Dorinda. „Natürlich, manchmal ist es langweilig, aber wenn es nicht langweilig ist, dann hab ich es gern.“

Eine wichtige Botschaft. Blinder Gehorsam ist keine gute Alternative und oft muss man ungewöhnliche Wege gehen, um sein Ziel zu erreichen.

Ein Buch das ich nicht nur Kindern empfehle, sondern auch Erwachsenen. Es ist nie zu spät …

Sommerklassiker – Jane Austen

Letztes Jahr habe ich als Sommerklassiker John Galsworthy – Die Forsythe Saga gelesen. Das hat mir sehr gefallen. Also nicht nur das Buch, sondern auch die Beschäftigung mit Galsworthy. Diesen Sommer wollte ich mir nun endlich einmal Krieg und Frieden von Leo Tolstoi vornehmen, doch das hat sich nun geändert. Ab Juli wird meine Aufmerksamkeit Jane Austen gehören. Wie es nun zu diesem Wandel kam? Mir schneite der Katalog von Harper Collins.de mit den Neuankündigungen ins Haus. Dort stieß ich auf etwas, was mir sofort die Finger jucken und das Wasser im Munde zusammen laufen ließ. Jane Austens Northanger Abbey im Rahmen des Jane Austen Projects neu erzählt von Val McDermid.

Northhanger Abbey

Ankündigung Northanger Abbey im Harper Collins Katalog

Nun interessierte mich nicht nur dieses Buch, obwohl es schon sehr viel Appetit macht, sondern das ganze Projekt. Kurz entschlossen ließ ich Tolstoi Tolstoi sein und wandte mich (ein wenig erleichtert) Jane Austen zu. Der Plan ist nun also alle Austen-Bücher ab Juli zu lesen und dann, zum Winter hin, werde ich mir die Adaptionen vornehmen. Was ich dabei erlebe, werde ich hier verkünden.

Fair Play von Tove Jansson

Fair Play

Autorin: Tove Jansson

Übsersetzung aus dem Schwedischen: Brigitta Kicherer

Urachhaus Verlag/2014

ISBN-13: 978-3-8251-7892-5
Jonna und Mari leben seit vielen Jahren zusammen. Beide sind so um die siebzig. Beide sind Künstlerinnen. Jonna ist Grafikerin und Mari Schriftstellerin. Den Sommer verbringen sie auf einer Schäreninsel vor Helsinki, den Winter in ihren Ateliers, die durch einen Gang über den Dachboden miteinander verbunden sind.  Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich. Über Jonna heißt es gleich zu Anfang.
Jonna hatte eine glückliche Eigenschaft, nämlich jeden Morgen wie zu einem neuen Leben aufzuwachen, zu einem Leben, das sich unverbraucht und vollkommen sauber vor ihr erstreckte bis zum Abend, nur selten überschattet von den Sorgen und Irrtümern des Vortages.
In Episoden erzählt Tove Jansson von dem  Zusammenleben der beiden Frauen, welches die gesamte Bandbreite einer Beziehung umfasst. Sie streiten, sie versöhnen sich, sind sich nahe, suchen Distanz, sie bestärken sich gegenseitig in ihrer künstlerischen Arbeit und werden zusammen alt. Eine Liebesgeschichte der besonderen Art, die Tove Jansson in ihrem autobiografisch geprägten Episodenroman erzählt.