Alles was wir geben musstenKazuo Ishiguro

Alles, was wir geben mussten

Übersetzung aus dem Englischen: Barbara Schaden

ISBN: 978-3-442-73610-2

Auf dem ersten Blick scheint Hailsham eine ganz normale englische Internatsschule, der gehobenen Klasse. Sportplätze, Pavillons, Kunstunterricht, geräumige Schlafsäle, natürlich nach Junge und Mädchen getrennt. Doch dann tauchen schuluntypische Begriffe auf. Etwas statt Lehrer, Aufseher; und was bitte sind Betreuer und Spender? Warum wird nie erwähnt woher die Kinder kommen, nie sprechen sie über ihre Eltern. In all der Idylle lauert das Grauen. Denn die Kinder, die in Hailsham aufwachsen, sind für einen bestimmten Zweck geboren.

Ishiguro erzählt die Geschichte durch Kath, eine ehemalige Schüler in Hailsham. Sie erinnert sich an ihre Freundschaft mit Ruth und Tommy, an ihre Zeit, ihr Erwachsenwerden und was die Drei verbindet und trennt. Das er Kath die Geschichte erzählen lässt, ist eigentlich nicht ganz richtig. Er nimmt uns mit in Kath Gedankenwelt und lässt uns durch ihre Augen sehen, bis zum bitteren Ende und das macht er wie gewohnt sehr gekonnt und mit einer verführerischen Leichtigkeit, die doch das Grauen, welches im Hintergrund lauert, nicht einen Moment vergessen lässt.



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