LichtschachtHandlung:

Lena kommt nach Wien um ein neues Leben anzufangen. Lena ist jung und weiß noch nicht so richtig wo es denn hingehen soll, also hangelt sie sich mit verschiedenen Nebenjobs durchs Leben. Als sie eines Abends leicht bekifft aus ihrem Wohnungsfenster guckt, sieht sie drei Leute auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses feiern. Sie sieht kurz weg, sieht wieder hin und plötzlich sind es nur noch zwei. Was ist mit der dritten Person geschehen? Sie weiß es nicht. Die beiden verbliebenen Personen verhalten sich ganz normal, so auf die Entfernung und doch glaubt Lena nicht so recht daran, dass nix geschehen ist. Sie beginnt der Sache nach zu gehen und ist sich lange nicht sicher, ob sie nicht doch eine Kifferparanoia vorantreibt und alle Menschen die ihr begegnen suspekt erscheinen lässt. So beschäftigt damit einen Täter auszumachen, denn es ist tatsächlich eine Frau aus besagtem Haus verschwunden, merkt Lena nicht, dass sie schon lange im Visier eines Psychopathen ist.

Frau Braun meint:

Dieser Krimi oder Thriller ist nicht im üblichen Who´s done it? Muster gestrickt. Also nicht Täter –  Opfer – Detektiv – Lösung. Frau Goldmann geht da viel subtiler vor und versteht es eine Geschichte aufzubauen und zeigt, dass Spannung ohne Blutbäder und wilde Verfolgungsjagden auskommt. Diese Autorin hat wirklich verstanden, was es mit dem Grundsatz „zeigen statt beschreiben“ auf sich hat.

Die Beschreibung von Lenas Einsamkeit und dem modernen Großstadtleben sind von einer lakonischen Melancholie die an die Nieren geht. Die Verlegerin vergleicht Anna Goldmanns „Lichtschacht“ mit den Werken Hitchcocks und liegt da sicher nicht falsch.

 

Anna Goldmann

Lichtschacht

erschienen bei Ariadne Krimi

ISBN 978-3-86754-220-3

12,00 €



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