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Kategorie: E-Book

0-1-0-1 von Elisabeth Strasser

0-1-0-1 von Elisabeth Strasser

Daniel ist arbeitslos, Moni ein wenig naiv und auf der Suche nach einem Ehemann, der Rechtsanwalt Michael gerät durch Zufall in das Spiel, wie auch der Kleinkriminelle Oliver. Alle diese Personen verschlägt es in das Computerspiel Wandell, alle diese Personen sind auf die eine oder andere Art im physischen Leben mit einander verbandelt. In Wandell kämpfen sie, als Zwerge, Meister, Ritter, Boten für die eine oder andere Seite. Denn Wandell ist, wie könnte es anders sein, von einer dunklen Macht bedroht. Nach und nach beginnt sich das virtuelle Leben und das physische Leben der Akteure zu vermischen.

Elisabeth Strassers Geschichte beginnt von einem interessanten Ansatz aus, hat allerdings ihre Schwächen. Sie ist spannend, dass schon, aber, mal abgesehen von so einigen Logikfehlern, liest sie sich unausgewogen und es fällt schwer in die Handlung zu kommen, weil sie auf der Fantasie-Ebene einsetzt. Doch trotz dieser Schwächen, habe ich die Geschichte gerne gelesen, was daran liegt, dass die Autorin spannend zu erzählen weiß und was die erwähnten Schwächen betrifft, nun, eigentlich schaden sie nichts, denn sie regen zum Denken an und zu interessanten „Wie hätte es denn noch sein Können-Überlegungen“.

Finderlohn: Ein Konrad Zarezky Roman von Hannah Steenbock

Finderlohn: Ein Konrad Zarezky Roman von Hannah Steenbock

Finderlohn: Ein Konrad Zarezky Roman
Autorin: Hannah Steenbock
E-book/Mobi
Create Space/Kindle unlimited

Preis: 3,99 €

Konrad Zarezky ist ein Detektiv der besonderen Art und spezialisiert auf das Finden von Gegenständen und manchmal, allerdings weniger gerne nach Personen. Dieses Suchen findet nicht etwa durch herumlaufen und fragen statt, sondern Konrad macht sich geistig daran, denn er kann die für andere unsichtbaren Spuren sehen und auf der geistigen Ebene verfolgen. Er hat also seine Gabe zum Beruf gemacht. Nur eben Personen suchen, dass macht er nicht gerne, denn das ist anstrengend und so will er auch erst ablehnen, als Judith Jäger ihn bittet ihre 15 jährige Tochter Laura zu suchen. Doch sein Kater Nebel ist der Meinung, der Auftrag solle angenommen werden. Er fährt zu Judith Jäger und hat dort das Gefühl, dass sie ihn so einiges verschweigt und dass sie etwas dunkles umgibt und doch er macht sich an die Arbeit und findet Laura … und das Abenteuer beginnt. Denn Laura wird von einem Rasnog verfolgt und der ist nicht alleine, die Rasnogski wollen aus ihrer Dimension in die unsere brechen und das gilt es zu verhindern.

Hannah Steenbock schreibt auf ihrem Blog, dass ihre frühere Agentur dieses Buch für nicht vermarktbar hielt. Die scheinen nicht viel Ahnung zu haben und gut, dass die Autorin ihrem eigenen Urteil getraut hat und es nun herausgebracht hat. Es ist übrigens nicht via Create Space erschienen, weil sie keinen Verlag gefunden hat, sondern weil sie sich insgesamt für Selfpublishing entschieden hat. Meistens schreibt sie auf englisch und ich freue mich sehr, dass sie dieses Buch auf deutsch herausgebracht hat. Die Geschichte hat alles was eine gute Geschichte braucht, einen spannenden Plot, interessante Charaktere, den einen oder anderen Dreh und, für Fantasy (auch für Fantasycrime) unerlässlich, aufregende Wesen aus einer anderen Dimension. Die Geschichte ist glaubhaft, interessant. Besonders die Figur der Laura hat mir gefallen. Denn mir geht es wie Neil Gaiman

Ich mag Heldinnen, die sich selber retten

Das Buch ist zur Zeit als E-Book via Amazon zu erhalten und ich hoffe, dass es auch noch eine Printausgabe geben wird. Es ist ein Buch, welches man vielen Jugendlichen in die Hand drücken sollte, denn es zeigt was Krieg, Vorurteile anrichten, wie heilsam Freundschaft sein kann, und vorallem, es kommt dabei ohne erhobenen Zeigefinger und moralische Arroganz aus. Sehr erfrischend.

Kalter Checkout von Silvia Hlavin

Kalter Checkout von Silvia Hlavin

Kalter Check-Out
von Silvia Hlavin
Verlag Wortreich

Hardcover – EURO 19,90
ISBN 978-3-903091-24-5
208 Seiten, Roman

Ein Winterhotel in den Bergen ist das Ziel von Anna, Max und ihren Söhnen. Anna weiß, dass es wahrscheinlich das letzte Mal ist, dass sie in dieser Konstellation gemeinsam unterwegs sein werden, denn der Nachwuchs ist dabei das elterliche Nest zu verlassen. So hat sie dieses Hotel nicht ganz ohne Hintergedanken gebucht, dann das hat die Tendenz einzuschneien und eine An- oder Abfahrt unmöglich zu machen, was ihr ein paar zusätzliche Familientage bescheren könnte. Doch als genau das geschieht, ist es gar nicht so lustig und gemütlich, wie sie gedacht hat.

Nicht nur für Anna und die Ihren wird es unangenehm, sondern auch für das Personal. Eine Lebensmittellieferung ist ausgeblieben, die Vorräte werden knapp, die Pumpe vom Schwimmbad funktioniert nicht, dazu die Unsicherheit, wann die Straßen wieder frei sein werden. Der stellvertretende Direktor hat alle Hände voll zu tun. Marlies die Concierge auch, ist sie doch in ihren Vorgesetzten verliebt, sich aber nicht sicher, ob es klug ist sich auf eine Beziehung einzulassen. Dann ist da noch der alleinreisende Gast, der allen ein wenig unheimlich ist und dessen Geschichte sie entsetzen würde.

Seit Shinning von Stephen King wissen wir, dass einsam gelegene, eingeschneite Hotels ein enormes Potential für Konflikte haben. Hier treiben nun nicht die Geister ihr Unwesen, sondern die eigenen Wünsche, Erwartungen und Ängste, sorgen dafür das ein reiches Spannungsfeld entsteht. Silvia Hlavin gliedert ihre Geschichte in drei Erzählstränge in deren Fokus jeweilig Anna, die Concierge Marlies und der unheimliche Alleinreisende stehen. Das macht die Autorin sehr geschickt. Die nahende Katastrophe ist gut spürbar und lässt Raum die verschiedensten Szenarien zu vermuten und durchzuspielen. Der einzige Minuspunkt, ist die Erklärung für einige Vorkommnisse, die mir nicht ganz schlüssig erscheint.

Doch das schmälert ein gutes Buch nur geringfügig, zu Mal es sich um eine subjektive Wahrnehmung handeln könnte. Silvia Hlavins erzählt einfühlsam und schafft lebendige, dreidimensionale Charaktere, die berühren.

Die Buchhandlung von Penelope Fitzgerald

Die Buchhandlung von Penelope Fitzgerald

Penelope Fitzgerald
Die Buchhandlung

Roman
Aus dem Englischen von Christa Krüger. Mit einem Nachwort von David Nicholls

Verlag: Suhrkamp

Erschienen: 08.12.2014
insel taschenbuch 4346, Broschur, 164 Seiten
ISBN: 978-3-458-36046-9
Auch als ebook erhältlich

Das Old House in Hardborough, einem kleinen Ort an der englischen Ostküste, steht schon lange leer. Es ist feucht bis in die Grundmauern und ein Poltergeist, ein Klopfer, bewohnt es. Das hält Florence Green nicht davon ab, es zu kaufen und darin eine Buchhandlung zu etablieren. Diese wird zunächst eher skeptisch beäugt, doch so nach und nach stellen sich Kunden ein und sogar eine kleine Leihbücherei kommt hinzu. Es ist Ende der 50-ziger Jahre. Die Erinnerungen an den 2. Weltkrieg sind noch sehr präsent und in Hardborough sind die Leute ebenso prüde, wie anderswo in dieser Zeit, daher ist Mrs. Greens Entscheidung Nabokovs Lolita ins Sortiment zu nehmen, nicht unumstritten. Ein Buch, welches sich deutlich von dem übrigen Sortiment abhebt, das aus Titeln wie: Bauen sie ihr eigenes Rennboot; Ich flog mit dem Führer und Alltag in England besteht.

Hardborough hat also seinen kleinen Skandal, doch das ist nicht das eigentliche Problem Florence Greens. Eine weitere hochgeachtete, und reiche Bürgerin, der Stadt, Mrs. Gramart, hat beschlossen, dass das Old House der geeignete Standort für ein Kulturzentrum ist. Nicht dass die Dame sich wirklich für Kultur interessiert, im Grunde will sie ihren gesellschaftlichen Status noch weiter ausweiten und schreckt auch nicht davor zurück, ihre politischen Verbindungen zu nutzen und in Kauf zu nehmen, dass sie Mrs Green und die Buchhandlung in den Ruin treiben könnte.

Ich bin auf dieses Buch durch die Sendung Druckfrisch gestossen, in der Michael Ondaatje es empfahl, und habe die Anschaffung nicht bereut. Es ist ein kurzer Roman, in dem wir nicht viel über die Hintergründe der Personen erfahren. So wird erwähnt, dass es mal einen Mr. Green gegeben hat, aber außer das er gestorben ist, weiß man nichts über ihn. Auch über Mrs. Greens Vergangenheit ist wenig, nur, dass sie einmal in jungen Jahren in einer Buchhandlung gearbeitet hat. Eine weitere Besonderheit an der Protagonistin ist, dass sie eine Buchhandlung eröffnet, aber überhaupt kein Interesse an Büchern im literarischen Sinne hat. Bevor sie den gewagten Schritt tut, und Lolita ins Sortiment nimmt, holt sie die Meinung eines der ältesten und skurrilsten Bewohner ein, dessen gesellschaftliche Stellung Gewicht hat. Mr. Brundishs Einschätzung ist:

Es ist ein gutes Buch, und deshalb sollten Sie versuchen, es den Einwohnern von Hardborough zu verkaufen. Die werden es nicht verstehen, aber das ist nur gut so. Verstehen macht denkfaul.

Es gab Stellen da hätte ich mir mehr Hintergrund gewünscht, dass will ich gar nicht bestreiten, allerdings musste ich am Schluss einräumen, dass es so, wie es getan, wohl getan ist. Gerade diese gerade Erzählweise ohne Schnörkel machen es zu etwas Besonderen, denn es hallt nach.

Acetat von Maria Stern

Acetat von Maria Stern

acetat_web-gross Maria Stern

Acetat

Hardcover – EURO 19,90
ISBN 978-3-903091-17-7
ca. 300 Seiten, Roman
VÖ 5.9.2016

eBook – EURO 9,99 – erhältlich auf allen Plattformen
ISBN 978-3-903091-20-7
ca. 300 Seiten, Roman

Verlag Wortreich

Clara Coban, Mordkommisarin in Wien, wird mit Fällen häuslicher Gewalt konfrontiert. Ein Thema, das sie schon lange umtreibt. Als ihre Nachbarin plötzlich verschwindet, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Aber ist die Frau wirklich ermordet worden oder ist Clara mittlerweile ein wenig betriebsblind? Das ist allerdings nicht ihr einziges Problem. Clara Coban hat einen Chef, der sie nicht mag und sie nie einstellen wollte. Auch hat sie es nicht leicht, für ihr Thema überhaupt Interesse zu erwecken. Die Berichtserstattung in den Medien ist eher so, dass die Täter verharmlost werden, hier macht sich eine weitere Front für die Mordkommisarin Coban auf, sie legt sich mit den Medienmogulen Österreichs an, was wiederum zu Spannungen in ihrer eigenen Beziehung führt, denn ihr Mann arbeitet bei einer großen Tageszeitung. Zu alledem geht es ihr gesundheitlich immer schlechter, nach einigen Hin und Her stellt sich heraus, jemand versucht sie zu vergiften.

Maria Stern führt mit Acetat eine neue Ermittlerin in die Krimiwelt ein. Clara Coban ist selbstbewusst, eigensinnig, sensibel und geht keinem Konflikt aus dem Weg. Ich habe mich sehr über diesen Krimi gefreut. Maria Stern hat da einen sehr guten Weg eingeschlagen, sie ist faktensicher, ohne den/die Leser*in mit Fakten zu ersticken. Vor allem war ich sehr froh, einen Krimi zu lesen, der Frauen im Fokus hat. Fühlte mich an Val McDermid erinnert. Eine wirklich Entdeckung. Ich freue mich auf Clara Cobans 2. Fall.

Eine Leseprobe findet sich hier: http://verlag-wortreich.at/wp-content/uploads/Leseproben/Acetat_Leseprobe.pdf

Infos zur Autorin hier: http://verlag-wortreich.at/autoren/maria-stern/

La Laguna von Erika Kronabitter

La Laguna von Erika Kronabitter

laguna_cover_web Erika Kronabitter

La Laguna

Verlag Wortreich

Hardcover – EURO 19,90
ISBN 978-3-903091-00-9
232 Seiten, Roman
VÖ 8.5.2016

eBook – EURO 9,99 – erhältlich auf allen Plattformen
ISBN 978-3-903091-15-3
232 Seiten, Roman

La Laguna ist ein Roman mit autobiografischen Zügen. Einmal geht es um Beppo und Hanna, die sich in den 60ziger Jahren kennen und lieben lernen. Die Beziehung zerbricht allerdings an den gesellschaftlichen Zwängen dieser Zeit und der Sturheit von Beppos getrennt lebender Frau, die sich nur scheiden lassen will, wenn sie großzügig abgefunden wird. Das wiederum ist Beppo nicht möglich, da man ihn wahrlich nicht als Erfolgsmenschen sehen kann. Zwar ist er gut ausgebildet, aber zu unstet für eine Anstellung und nicht hart genug, für eine Selbstständigkeit. Hanna verlässt Beppo also mit den zwei Töchtern, die aus der Beziehung hervorgingen und geht eine Vernunftehe ein, um endlich versorgt zu sein.  Irgendwann bekommt, die mittlerweile erwachsene Elena, die ältere Tochter Beppos, die Nachricht, ihr Vater sei auf Tenneriffa ermordet worden. Doch die Nachrichten und Dokumente geben widersprüchliche Daten und Fakten an. Elf Jahre nach Beppos Tod mach Elena sich nach Tenneriffa auf, um zu erfahren, was wirklich geschehen ist und hofft auf Informationen von Beppos Freund Larek.

Erika Kronabitter erzählt die Geschichte um Hanna, Beppo und Elena in Vor- und Rückblenden, was ich anfangs als etwas verwirrend empfand. Doch hat man sich erst einmal auf diesen Erzählstil eingelassen, packt einen die Geschichte und man begibt sich gerne mit Elena auf die Reise. Wie gesagt, die Geschichte ist eine spannende, ein Manko: Die Unausgewogenheit der Figuren. Während Beppo und Hanna, sowie Larek und einige Nebenfiguren sehr klar geschildert sind und Gestalt annehmen, so bleibt Elena sonderbar flach und uninteressant. Ein weiteres: Der Schluss der Suche wird dann doch sehr hingehuscht und abrupt erzählt und so bleiben einige Fäden unverknüpft, was an sich nicht schlimm wäre, aber es ist halt auch nicht genug da, damit die im Leser Geschichte weiterarbeitet. Trotzdem möchte ich das Buch gerne empfehlen.

Eine Leseprobe findet sich hier: http://verlag-wortreich.at/wp-content/uploads/Leseproben/La_Laguna_Leseprobe_ISBN-9783903091009.pdf

Zur Autorin: Erika Kronabitter geboren 1959, Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik/Kunstgeschichte, arbeitet interdisziplinär in den bereichen Literatur, Malerei, Konzept-, Video-, Fotokunst.

Mitglied der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung und der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig. Mehrere Bücher und Preise. Herausgeberin der Lyrik-reihe „Lyrik der Gegenwart“ bei der Edition Ert Science. Organisiert seit 10 jahren den Feldkircher Lyrikpreis, hat den Literaturbahnhof Feldkirch konzipiert.

Dame zu Fuchs von David Garnett

Dame zu Fuchs von David Garnett

Dame zu fuchs_sDavid Garnett
Dame zu Fuchs
Roman
Aus dem Englischen von Maria Hummitzsch
Originaltitel: Lady into Fox
Als eBook erhältlich!
ISBN eBook 9783038209263
€ 12.99

Mr. und Mrs. Trebick sind jung verheiratet und einander herzlich zugetan. Dann, eines Tages, von einem Moment auf den anderen, verwandelt sich Mrs. Trebick in eine Fähe (weiblicher Fuchs). Ihr Mann ist schockiert und traurig, beschließt aber, ob Dame oder Fuchs, sie ist meine Frau und ich liebe sie. Zuerst geht es auch gut,  Mensch und Fuchs finden Wege um miteinander zu kommunizieren und eigentlich könnte alles einigermaßen gut sein; doch dann erwacht Mrs. Trebicks Wildnatur und sie sucht die Freiheit.

David Garnett wurde 1892 in Brighton geboren und war Mitglied der Bloomsbury Group um Virginia Woolf. Er war eng befreundet mit den Malern Vanessa Bell und Duncan Grant und in zweiter Ehe, mit deren Tochter Angelica Bell verheiratet. Lady into Fox war der erste Roman, den er unter eigenem Namen herausbrachte.

Im Grunde genommen, ist Garnetts Geschichte eine Fabel zum Thema Frauenbefreiung. Die Geschichte ist gut aufgebaut, ist amüsant, traurig und wunderlich, hat also alles was eine gute Geschichte haben sollte. Besonders interessant fand ich den Aspekt, was das Folgen der wilden, weiblichen Natur mit dem Mann macht, durch welche Veränderungen er zu gehen hat, bis er akzeptieren kann, was und wie seine Frau wirklich ist.

Hummel & Honig von Pål H. Christiansen

Hummel & Honig von Pål H. Christiansen

christiansen_humle_homnning-225x300Hummel & Honig

Pål H. Christiansen
EAN: 9788711456316
Libri.Digital: A26267565
Format: EPUB ohne DRM
ebook Ausgabe.
Empfohlen 15 bis 99 Jahre.
Übersetzt von Christine v. Bülow
Lindhardt og Ringhof
März 2016 – epub eBook – 66 Seiten

Klappentext:

Hummel und Honig treffen einander, verlieben sich, ziehen zusammen und erleben so ungefähr alle Höhen und Tiefen einer Beziehung. Aber obwohl Hummel und Honig wie alle Liebespaare streiten, fernsehen, Würstchen zum Mittag essen und sich im Gras lieben, ist doch schwer zu sagen, was für Wesen sie eigentlich sind. Hummel schläft an seinem Kleiderbügel, Honig in ihrem eigenen Haar; er hat neun Zehen am linken Fuß und acht am rechten, und sie verliert bisweilen ihre Muschi.

Frau Braun meint:

Eine wundervolle, fantastische, Geschichte über das Verliebtsein, das Anderssein des anderen und die Erotik. Vom ersten Voneinander nicht lassen können, bis zum Leben der Eigenheiten, in der Beziehung. Alles dabei. Besonders schön, dass Christiansen sich nicht in plumpen Beschreibungen des „Aktes“ auslässt, sondern alles surreal, spielerisch und zärtlich verpackt. Sehr Sehr empfehlenswert.

E-Books und lokaler Buchhandel

E-Books und lokaler Buchhandel

E-Book-Reader

Ich mag E-Books. Sogar sehr. Zuerst dachte ich, damit kann ich mich nie anfreunden, dann machten wir einen Verlag auf und produzierten auch E-Books und plötzlich hatte ich einen Reader. Ja ich gestehe, es war ein Kindle und den habe ich auch noch, aber mittlerweile haben wir nun auch einen Tolino, denn auch Herr Braun hat das E-Book für sich entdeckt. Mit dem Tolino habe ich nun den Mögichkeit, meinen lokalen Buchhändler an meinen E-Book-Käufen verdienen zu lassen. Denn die Buchhandlung Zapata in Kiel betreibt, wie viele weitere kleine Buchhandlungen, einen Onlineshop der über LIBRI gehostet wird. Hier steht das gesamte Angebot dieses Distributers zur Verfügung. Im südlichen Raum der Republik habe ich gesehen, dass Koch, Neff und Volkmar ihren Händlern ein ähnliches Konzept bieten. Ich weiß zwar nicht wieviel der normale kleine Buchladen prozentual von jedem Kauf bekommt, aber ganz sicher weiß ich, dass es mehr ist, als wenn ich meine E-Books über Amazon beziehe. Daher ist es gut, diese Alternative gefunden zu haben.

Mit diesem Beitrag möchte ich andere ermutigen, sich zu erkundigen, ob auch ihr lokaler kleiner Buchladen diese Form des Onlinekaufes bietet. Wer weiterhin auch den direkten Kontakt zu seinem Dealer braucht, der kann übrigens auch direkt im Geschäft ein E-Book erwerben und bekommt, neben einem Lächeln, einen Downloadcode.

 

 

Die Hex ist tot von Monika Geier

Die Hex ist tot von Monika Geier

Die Hex ist tot 

Autorin: Monika Geier

363 Seiten. 8,99 Euro. 1.10.2013.
ISBN 978-3-944818-01-6
E-Book
Verlag: Culturbooks

Als die Kriminalkommisarin Bettina Boll und der Kollege Ackermann zur Überprüfung einer Serie aufgestemmter Gullydeckel abkommandiert werden, sind sie verwundert. So etwas ist nun wahrlich kein Fall für die Kriminalpolizei. Das ändert sich schnell, als eine Leiche im Abwasserschacht gefunden wird und weitere folgen. Privat hat Bettina Boll es auch nicht einfach. Denn nicht nur der Fall berührt die Vergangenheit, auch persönlich wird sie mit einer Zeit konfrontiert, an die sie nicht gerne erinnert wird. Tante Elfriede, die ungeliebte Stiefmutter, die Bettinas verstorbene Schwester bei sich aufgenommen hatte, braucht Pflege. Dann sind da natürlich noch die eigenen Stiefkinder, der Nachwuchs ihrer verstorbenen Schwester und natürlich der Kollege Ackermann, der nicht nur beruflich an ihrer Seite sein möchte. Der Fall selber ist kompliziert und jede Spur scheint ins Leere zu führen oder bestenfalls zum nächsten Abwasserschaft mit Leiche. Als sie bei den Ermittlungen auf eine Diätgruppe stoßen scheint ein gemeinsamer Nenner gefunden.

Monika Geier hat da einen sehr spannenden Krimi geschrieben, der trotz so einiger Leichen, ohne Blutbäder, sexuelle Ausschweifungen und interessante psychische Erkrankungen der Protagonist_innen auskommt. Manchmal ist weniger eben mehr. Der Plot stimmt, die Figuren stimmen. Es lässt sich gut lesen und Thema und das Subthema (Mütter und Stiefmütter) stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander. Es ist selten das ich einen Krimi lese, bei dem ich bis zum Ende nicht sicher bin, wer es denn nun war. Bei diesem hier war dies der Fall. Der Bettina Boll würde ich gerne wiederbegegnen.

Fazit: Sehr empfehlenswert!