Schätze aus dem Antiquariat

Strom-Maerchen aus SH

Ich mag Antiquariate. Dort stolpert man immer einmal über den einen oder anderen Schatz. So bin ich zu obigen Werk gekommen, welches ich übrigens gerade für die Recherche zu meiner neuen Geschichte gut gebrauchen kann.

Theodor Storm – Anekdoten, Sagen, Sprichwörter und Reime aus Schleswig-Holstein.

Eines meiner bevorzugten Antiquariate ist übrigens das Lesart in Kiel. Das wird von der Brücke betrieben. Eine Instituion die Starthilfe für Menschen mit psychischen Behinderungen bietet.

Buchhandlung Roter Stern in Marburg – Beitrag von Gabriele Haefs

 

In einem verwinkelten Haus am Lahnufer liegt der Buchladen Roter Stern. Zur Straße hin ziert denn auch ein Roter Stern die Hausfassade, zum Wasser hin liegt am Ufer ein knallrotes Boot, das dem einen Buchhändler gehört. Es gibt sogar Postkarten, die den Blick über die Lahn zeigen, auf just diese Häuserzeile – und der rote Punkt zeigt an: Hier liegt das Boot. Hier ist der Buchladen.

Roter stern

In einem verwinkelten Haus am Lahnufer liegt der Buchladen Roter Stern. Zur Straße hin ziert denn auch ein Roter Stern die Hausfassade, zum Wasser hin liegt am Ufer ein knallrotes Boot, das dem einen Buchhändler gehört. Es gibt sogar Postkarten, die den Blick über die Lahn zeigen, auf just diese Häuserzeile – und der rote Punkt zeigt an: Hier liegt das Boot. Hier ist der Buchladen. Der Rote Stern gehört einem der wenigen noch existierenden Buchhändlerkollektive, aus der großen Zeit des linken Buchhandels – natürlich gibt es auch die aktuellen Bestseller (naja, nicht alle, Sarrazin oder Akif Pirincci liegen nicht aus), vor allem aber ein reiches Angebot an Büchern aus kleinen und kleinsten Verlagen, dazu jede Menge Zeitschriften aus der linken und alternativen Szene. (Die Stichprobe überzeugt: Selbstverständlich steht unser Lieblingsbuch aus im Regal mit Literatur aus europäischen Ländern: „Session“ von Mick Fitzgerald, erschienen im Songdog Verlag, Wien). Etwas ganz besonderes ist die Abteilung für Kinder- und Jugendbücher, die mit ungeheurer Sachkenntnis betreut wird. Auf dem Rundgang (denn wie es sich für ein echtes Bücherlabyrinth gehört, sind alle Kammern miteinander verbunden) passiert die Besucherin immer wieder die einfach sagenhafte Auswahl an Postkarten, bleibt hängen und gibt ein Vermögen aus. Da trifft es sich gut, dass sich hinter dem Laden noch das Café befindet, mit Blick auf die Lahn, wo es sich bei einem leckeren Frühstück oder einem guten Glas Wein so vortrefflich Postkarten schreiben läßt. Auch hier liegen Zeitschriften aus, Flugblätter und Wandzeitungen machen das Café zur Nachrichtenbörse und zum unerläßlichen Anlaufplatz bei jedem Marburgbesuch. Einen eigenen Eingang hat das dem Laden angeschlossene Antiquariat, wo sich so mancher Schatz heben läßt, und wer doch nicht alles für Postkarten und Wein ausgegeben hat, wird hier dann noch einmal gewaltig zuschlagen. Marburg lohnt immer einen Besuch, schöne Stadt, Geschichte und so, aber der Rote Stern lohnt den Besuch noch sehr viel mehr.

buchhandlung-roter-stern

 

Der Rote Stern gehört einem der wenigen noch existierenden Buchhändlerkollektive, aus der großen Zeit des linken Buchhandels – natürlich gibt es auch die aktuellen Bestseller (naja, nicht alle, Sarrazin oder Akif Pirincci liegen nicht aus), vor allem aber ein reiches Angebot an Büchern aus kleinen und kleinsten Verlagen, dazu jede Menge Zeitschriften aus der linken und alternativen Szene. (Die Stichprobe überzeugt: Selbstverständlich steht unser Lieblingsbuch aus im Regal mit Literatur aus europäischen Ländern: „Session“ von Mick Fitzgerald, erschienen im Songdog Verlag, Wien). Etwas ganz besonderes ist die Abteilung für Kinder- und Jugendbücher, die mit ungeheurer Sachkenntnis betreut wird. Auf dem Rundgang (denn wie es sich für ein echtes Bücherlabyrinth gehört, sind alle Kammern miteinander verbunden) passiert die Besucherin immer wieder die einfach sagenhafte Auswahl an Postkarten, bleibt hängen und gibt ein Vermögen aus. Da trifft es sich gut, dass sich hinter dem Laden noch das Café befindet, mit Blick auf die Lahn, wo es sich bei einem leckeren Frühstück oder einem guten Glas Wein so vortrefflich Postkarten schreiben läßt. Auch hier liegen Zeitschriften aus, Flugblätter und Wandzeitungen machen das Café zur Nachrichtenbörse und zum unerläßlichen Anlaufplatz bei jedem Marburgbesuch. Einen eigenen Eingang hat das dem Laden angeschlossene Antiquariat, wo sich so mancher Schatz heben läßt, und wer doch nicht alles für Postkarten und Wein ausgegeben hat, wird hier dann noch einmal gewaltig zuschlagen. Marburg lohnt immer einen Besuch, schöne Stadt, Geschichte und so, aber der Rote Stern lohnt den Besuch noch sehr viel mehr.

www.roter-stern.de

Zapata in Kiel

Zapata

Der Buchladen Zapata in Kiel ist eine Institution. Schon seit vielen Jahren behaupten sich Harald Mücke und sein Team gegen die Verhugenteufelung. Sicher findet sich auch was gerade en vogue ist im Sortiment, aber eben auch die anderen Bücher, die mensch bei den Großanbietern der Branche vergeblich sucht. So fand ich erst vorgestern dieses Schätzchen von Anna Rheinsberg „Hannah“ im Zapata. Besonders schön ist diese Ausgabe aus dem Michael Kellner Verlag.

anna_rheinsberg

 

Ich bin seit vielen Jahren Kundin im Zapata und noch immer ist ein Besuch dort für mich etwas ganz besonderes. Stöbern können, ohne das einem jemanden etwas aufdrängeln will. Kompetent beraten werden, wenn mensch es gebraucht wird. Das ist es, was ich schätze und natürlich den netten Umgangston.

harald_muecke

 

Harald Mücke ist einer der Bücher liebt und ihnen einen Raum gibt. Lange fand mensch diese Oase der Literatur im Jungfernstieg in Kiel. Leider musste Harald dort das Feld nach langem Hin und Her räumen, weil die Nazis dort gerne einmal zu Führers Geburtstag oder ähnlichen „Festivitäten“ vorbeischauten, Scheiben zertrümmerten und Wände beschmierten, wie sich halt so grenzdebile Typen gerne die Zeit vertreiben. Irgendwann wollte die Vermieterin denn nicht mehr und Zapata musste umziehen. Da die Geschichte bekannt war, war es gar nicht so einfach ein neues Ladenlokal zu finden. Schließlich und endlich gelang es dann doch und nun residiert dieser Hort der besonderen Literatur am Wilhelmsplatz.

zapata_innen

 

Wer also in Kiel unterwegs ist, sollte hier dringend Station machen. Es lohnt sich!

 

Jussi, mein skandinavisches Krimi Buch Café

Jussi, mein skandinavisches Krimi Buch Café
Lehmweg 35
20251 Hamburg

Es gibt sie Hugenteufel und Amazon zum Trotze, die kleinen feinen Buchläden. die, in denen es eine individuelle Beratung gibt. Die, die mit viel Liebe ihre Bücher präsentieren. Einige sorgen sogar dafür, dass ihre Kund_innen bei Kräften bleiben, während sie gemütlich stöbern und in den Ansichtsexemplaren schmökern. So ein Ort ist das Jussi´s, welches ich vor einigen Wochen anlässlich einer Lesung kennen lernte und mich umgehend verliebte.

Die Inhaberin Bianca Jarske hat sich vor ungefähr 4 Monaten ihren Traum erfüllt und ihre Leidenschaften zum Beruf gemacht: Bücher und Kuchen! Als Freundin des Skandinavischen Krimis lag es nahe sich auf dieses Genre zu verlegen. Doch keine Angst, nicht nur Krimifreund_innen finden hier das Richtige. Neben dem Krimizimmer gibt es einen Raum für Kinder- und Jugendliteratur, natürlich auch hier vorzugweise skandinavischer Couleur.  Schön ist auch die Ecke mit wirklich individuellen nicht literarischen Mitbringseln von der Kleiderfee.

Dieser Buchladen ist sicher nicht sehr groß, aber zeigt, das Raum in der kleinsten Hütte ist, denn auch das Veranstaltungsangebot kann sich sehen lassen.

Die Café-Ecke ist gemütlich, die Kuchen ein Traum, und auch Veganer_innen können hier schwelgen, ist doch der größte Teil des Angebotes  ohne tierische Produkte gefertigt.

Schon wenn mensch das Jussi´s betritt ist klar, hier hat jemand viel Liebe aufgebracht, um einen besonderen Ort zu schaffen. Für mich jedenfalls ist es ein Platz den ich bei jedem weiteren Hamburg Besuch gerne wieder aufsuchen werde.

 

 

Coming soon: Die kleinen feinen Buchläden

Um der Ver-Hugenteufelung etwas entgegen zu setzen, möchte ich hier eine Rubrik unter dem Titel „Die kleinen feinen Buchläden“. Wie der Name schon sagt, sollen hier die kleinen, die persönlichen, die originellen Buchläden, die sich abseits vom Mainstream halten und eine persönliche Note bewahrt haben, vorgestellt werden. Da ich nun nicht durch die Nation reisen kann, um diese aufzutreiben, sind Gastautor_innen willkommen. Wer einen Betrag beisteuern möchte, bitte Text und Bilder und Namen an mich:

Karin Braun

Um eines möchte ich noch bitten: Die Rechte an mitgeschickten Fotos, sollten bei dem jeweiligen Autoren oder der Autor_in liegen.

Ich freue mich auf rege Beteiligung.

Morgen werde ich schon mal den Anfang mit einem kleinen Schmuckstück machen, dass seit ca. 3 Monaten in Hamburg zu finden ist.

Jussi mein skandinavisches Krimi-Buch-Café