Das Spiel der anderen von Carlo Feber

das spiel der anderenDAS SPIEL DER ANDEREN

Carlo Feber
Thriller
kt., 407 Seiten
EUR 12.00, E-Book EUR 9.99
ISBN 978-3-89425-472-8
Erscheinungsdatum: 05/2016

Grafit Verlag

Vier Polit-Aktivisten entführen ein Vorstandsmitglied einer Bank und wollen ihn zwingen, über Insidergeschäfte und andere Schweinereien ein Geständnis abzulegen und sie mit Beweisen zu versorgen. Doch jemand kennt die Pläne der Vier und greift in das Spiel ein. Die Polizei stößt bei ihren Ermittlungen auf Widerstand innerhalb der Bank und der Politik.

Das Buch hat eigentlich alles was ein spannender Wirtschaftskrimi braucht, leider hat der Autor es vergeigt. Die Charaktere sind eher steoreotyp oder wo sie es nicht sind, einfach nur flach. Redundanzen ziehen den Text in die Länge und langweilen einfach nur. Die Handlung wirkt sehr zusammengebastelt und die Handlungen der Personen, sind oft nicht nachvollziehbar. Es gibt Autoren, die ebenfalls Löcher ohne Ende in ihrem Konstrukt haben, diese  verstehen es aber durch ihre Erzählweise zu fesseln, leider gehört Feber nicht dazu.

Ich habe ihn getötet von Keigo Higashino

Ich habe ihn getötet_sICH HABE IHN GETÖTET

Autor: Keigo Higashino

Übersetzung aus dem Japanischen:  Ursula Gräfe

Verlag: Klett-Cotta – 04/2016

ISBN: 978-3-608-98306-7 / Preis: 14,95 €

E-Book: 11,99 €

Der Drehbuchautor Makoto ist alles anderes als sympathisch. Er ist rücksichtslos und nur auf seine Karriere fixiert. Um so erstaunlicher, dass die Lyrikerin Miwako ihn heiraten will, dass sie seine negativen Seiten nicht sieht. Am Tag vor der Hochzeit bringt sich in seinem Garten eine frühere Geliebte um. Makoto und sein Manager lassen die Leiche verschwinden. Dann, auf dem Weg zum Traualtar, bricht der Bräutigam tot zusammen. Anscheinend von dem gleichen Gift getötet, wie seine frühere Freundin. Miwako wird schnell klar: Der Täter kann nur aus dem engsten Kreis kommen, sie beauftragt Inspektor Kaga mit den Ermittlungen und der steht vor einem Rätsel, denn drei Leute behaupten: Ich habe ihn getötet.

Bis jetzt hat mir jedes Buch von Keigo Higashino gefallen; auch dieses, allerdings nicht so gut, wie seine früheren Werke. Wieder ist die Handlung originell und der wunderbar unaufgeregte Inspektor Kaga, der wie Colombo immer noch eine Frage hat, bevor er geht, ist einfach angenehm. Was mir hier nicht gefiel, war das Ende. Ich kann leider nicht schreiben, was mich verdrossen hat, denn dann würde ich es verraten. Einerseits eine originelle Idee, den Leser, die Leserin mit einzuspannen, aber mich hat es ein wenig unbefriedigt zurückgelassen.

Schwarzes Gold von Dominique Manotti

Schwarzes GoldDominique Manotti

Schwarzes Gold

Übersetzung aus dem Französischen: Iris Kanopik

Verlag: Argument/Ariadne Kriminalroman

Gebunden mit Schutzumschlag
Deutsch von Iris Konopik
Ariadne Kriminalroman 1197
384 Seiten · ISBN 978-3-86754-213-5 · 19 €

Es ist das Jahr 1973. Erdöl ist die Schieberware der Zukunft. Nachdem zerschlagen der French Connection sind Drogen nicht mehr das Geschäft. Nach Erdöl schreien alle und sind dabei abhängig von den großen Ölkonzernen, die den Daumen auf der Verteilung haben.

Zu diesen Zeiten kommt Théo Daquin, ein junger Commisaire aus Paris, nach Marseille und erhält den Auftrag den Mord an Maxim Pieri zu klären. Wobei seine Vorgesetzten nicht wirklich an einer Klärung interessiert, und bereit sind, es als eine Vergeltungsaktion rivalisierender Banden zu sehen. Doch warum war Emily Frinkx, die Frau von Pieris Partner, bei dem Anschlag vor dem Casino anwesend? Daquin und seine Kollegen Grimbert und Delmas, ermitteln und stoßen in ein Wespennest. Nicht nur erweisen sich die Hintergründe des Mordes als extrem kriminell, die Drahtzieher als angesehen und mächtig, sondern auch die Verstrickungen aus Gefälligkeiten und Bestechung innerhalb der Justiz und Polizei machen den Ermittlern das Leben schwer.

Es ist gar nicht so einfach die vielschichtige Handlung von Dominique Manottis „Schwarzes Gold“ zusammen zu fassen. Die Autorin erzählt eine spannende Geschichte, die sich auf Fakten stützt. Dieses war mein erster Manotti, aber sicher nicht mein letzter.

Der Link unten führt zu einem Interview in Druckfrisch mit der Autorin:

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/druckfrisch/videos/dominique-manotti-schwarzes-gold-100.html#

 

Böse Absichten von Keigo Higashino

boese_absichten_sBÖSE ABSICHTEN

Autor: Keigo Higashino

Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe (Orig.: Akui)

ISBN: 978-3-608-98027-1

Verlag: Klett-Cotta

Als der gefeierte Autor Kunihiko Hidaka kurz bevor er nach Kanada auswandern will, ermordet wird, gerät schnell sein, mit weniger Erfolg gesegneter, Kollege Osamu Nonoguchi in Verdacht. Allerdings hat er, wie auch die Ehefrau des Opfers , ein wasserdihtes Alibi. Jedenfalls scheint es so zu Beginn der Ermittlungen. Kommisar Kaga. Kaga, der Nonoguchi schon einmal begegnet ist, ist misstrauisch. Schnell zeigt sich, dass nicht alles so ist, wie es auf Anhieb scheint.

Böse Absichten ist das erste Buch, das ich von Keigo Higashino gelesen habe, aber sicher nicht das Letzte. Spannender Aufbau und ein interessanter Angang. Hier geht es nicht um das „Wie“, dass ist schnell klar, auch das „Wer“ steht relativ schnell fest, es geht um das „Warum“. Die Charaktere sind gut durchdacht und haben Substanz. Kommisar Kaga ist kein Haudegen, sondern ein recht sanfter, behaarlicher Mann, der sich nicht mit dem Offensichtlichen zufrieden gibt, sondern Sicht um Sicht an Lügen und Verschleierungen abträgt, bis er zum Kern der Wahrheit kommt.

Wieder einmal ein Autor, der zeigt, dass man Spannung auch ohne Blutbad erzeugen kann.

 

Der Mondsichel-Ohrring von Ulla Hesseling

Mondsichelohrring_cr_bDer Mondsichel-Ohrring

Autorin: Ulla Hesseling

Edition Ocutopus

ISBN: 978-3-95645-589-6

Preis: 12,90 €

Die Jansens wohnen in einem kleinen Ort bei Stuttgart. Es ist der Beginn der Sommerferien und diese versprechen aufregend zu werden, wie die Brüder Felix und Tobi schnell feststellen. Da ist diese seltsame Frau mit dem Mondsichel-Ohrring, die an unerwarteten Stellen herum schleicht. Dann wird die vierjährige Nina entführt und einige der Beobachtungen der Jungen scheinen mit dem Vorfall in Verbindung zu stehen. Da ist der Gärtner der im Nachbarhaus herumschleicht und ein Taschentuch mit Initialen. Da sind Gespräche die keinen Sinn ergeben, außer man hat schon einen Verdacht, da ist der kleine Bruder Mathis, der zusätzliche Verwirrung stiftet und da ist Johanna, die rote Bohne genannt, die bei weitem nicht so schrecklich ist, wie die Brüder glauben, sondern ein schlaues Mädchen, das ihnen die entscheidenden Informationen . Das ist die Geschichte, die Fanny in dem Buch liest, welches ihr die Vorbesitzerin des Hauses, in das sie und ihre Eltern gerade gezogen sind,  geschenkt hat. Fanny ist fasziniert, denn die Geschichte von Felix, Tobi, Mathis und Johanna, scheint sich in ihrer Straße ereignet zu haben. Nur eben vor 30 Jahren.

Mir hat besonders gefallen, dass die Krimihandlung nicht in den Tagen der Smartphones und des großen Google spielt. Felix und Tobi sind also viel unterwegs um Informationen zu sammeln und schnell wird klar, sie unterscheiden sich gar nicht so sehr von den heutigen Kindern. Die Handlung ist gut aufgebaut und es hat auch mir großen Kind viel Freude bereitet, dieses Buch zu lesen.

Einziges Manko: Das Verweben der beiden Ebenen, also zum einen die heutige Leserin Fanny und zum anderen die Geschehnisse vor 30 Jahren, da hätte ich mir eine etwas raffinierte Auflösung gewünscht. Aber man kann halt nicht alles haben.

 

Der namenlose Tag – Friedrich Ani

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Jakob Franck, ein pensionierter Hauptkommisar, bekommt Besuch von Ludwig Winter. 20 Jahre zuvor hatte sich Winters siebzehnjährige Tochter Esther das Leben genommen, ein Jahr später dann seine Frau. Er und sie hatten den Selbstmord der Tochter nie verstanden, geschweige denn verwunden. Nun behauptet Ludwig Winter, dass es ein Fremdeinwirken gegeben hat. Dass seine Tochter ermordet wurde und Franck ermitteln soll. Dieser übernimmt die Sache, denn er erinnert sich gut. Vor allem daran, dass der Pathologe wage Andeutungen gemacht hatte, es könnte sein dass … man diesen aber nicht nachgegangen war, weil eben nichts wirklich darauf hindeutete. Mitschüler sagten aus, dass Esther die letzte Zeit schwermütig gewesen sei und so verlief es im Sande.

Franck begibt sich also auf die Suche und bringt Zeug*innen dazu, sich 20 Jahre zurück zu erinnern. Jeder hatte damals etwas verschwiegen. Für sich gesehen nicht wichtig, aber letztendlich doch interessant und jeder hatte etwas zu verbergen, was die eigene Person betrifft.

Jeder neigt dazu zu schönen und doch dringt Franck zur Wahrheit vor, denn er hat ein besonderes Talent, er kann sich in Menschen einfühlen, daher war er es, der in seiner aktiven Zeit die Todesnachrichten überbringen musste. Er war es auch, der Esthers Mutter vom Selbstmord ihrer Tochter unterrichtet hatte.

Mit DER NAMENLOSE TAG beginnt Friedrich Ani eine neue Serie. Ich habe seine früheren Bücher nicht gelesen, kann also nicht vergleichen. Sein Ermittler in diesem Buch hat mir gefallen. Diese leise einfühlsame Art der Ermittlung. Franck ist einer der hinter die Fassaden schauen kann ohne zu werten und so kommt er nach und nach an die Wahrheit. Mich hat dieser sehr leise und doch so spannende Krimi beeindruckt, gerade weil er auf die üblichen Elemente verzichtet. Ebenfalls fand ich den Aufbau interessant, der weniger ein starres Konstrukt ist, sondern eher ein Gewebe in dem jeder neuer Faden, jede neue Farbe das Grundmuster verändert.

DER NAMENLOSE TAG von Friedrich Ani ist im Suhrkamp Verlag erschienen. Weitere Infos zum Buch: http://www.suhrkamp.de/buecher/der_namenlose_tag-friedrich_ani_42487.html

 

Spreewaldgrab von Christiane Dieckerhoff

Spreewaldgrab

Klaudia Wagner kommt ursprünglich aus dem Ruhrgebiet. Nach der Trennung von ihrem Lebenspartner und nach einem Hörsturz, lässt sie sich nach Lübbenau in den Spreewald versetzen. Dort soll es schön ruhig sein. Letzteres stimmt eher nicht, denn schon kurz nachdem Klaudia ihre neue Arbeitstelle angetreten hat, wird ein Unternehmer ermordet und eine Frau, die sich als Geliebte des Mordopfers erweist, verschwindet. Auf der Suche nach dieser, stolpert das Ermittlerteam über ein Frauenskelett, welches allerdings älteren Datums ist. Es wird immer verwickelter, zumal Klaudia auf der Dienststelle ein steifer Wind um die Ohren bläst. Wie es scheint will ein Kollege ihr das Leben besonders schwer machen, doch welcher ist die Frage. Auch ist ihr neuer Chef nicht gerade begeistert von der neuen Mitarbeiterin.

Soweit also die Handlung, dieses Regionalkrimis, der mir sehr gefallen hat. Christiane Dieckerhoff hat mit Klaudia Wagner eine sehr interessante Ermittlerin geschaffen und ich habe so das Gefühl, dass wir nicht das letzte Mal von Frau Wagner gelesen haben. Die Charaktere sind überhaupt ein großes Plus, denn sie haben Tiefe und agieren nicht nur als Oberflächen. Tatsächlich hat mir das besonders gefallen, dass die Ermittler so dreidimensional sind und nicht nur durch ihren Beruf sichtbar.

Das einzige Manko, welches ich feststellen konnte ist, dass die Autorin nicht dieselbe Sorgfalt bei den Verdächtigen walten lassen hat. Die wirken schon recht klischeehaft.

Die Mordgeschichte ist ebenfalls kohärent und spannend erzählt. Kurz und gut, eine Autorin die es sich lohnt im Auge zu behalten.

Mehr Infos zum Buch finden sich hier:

http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/spreewaldgrab-9783548287607.html

 

 

Die Engelmacherin – Camilla Läckberg

die Engelmacherin

Camilla Läckberg gilt als die meistgelesene Krimautorin Schwedens und erfreut sich auch in Deutschland eines guten Rufes … ich frage mich: warum?

Um es vorweg zu nehmen, ich habe die ersten Bücher der Autorin um Erica Falck und Patrik Hedström sehr gerne gelesen. Mir gefielen das Setting, die malerische Stadt Fjällbacka und die Charaktere. Auch dass ihre Geschichten auf mehreren Ebenen spielten, also immer auch die Vergangenheit mit einbezogen, gab den Büchern Würze. Dann las ich nicht mehr weiter, weil in späteren Büchern, wohl mit der Mutterschaft der Autorin, die Familiengeschichte einen sehr weiten Raum einnahm. Nichts gegen Kleinkinder und Windeln, aber bitte in Maßen. Doch zu diesem Buch.

Mårten und Ebba Stark wollen nach dem Tod ihres Sohnes einen Neuanfang starten und sind dazu nach Valö, einer Insel im Schärengarten vor Fjällbacka, gezogen. Die Beiden tun sich schwer, denn auch das Haus hat eine Geschichte. Es ist Ebba von ihrer leiblichen Familie, die 1974 auf mysteriöse Weise verschwand und die damals einjährige Ebba zurückließ, vererbt worden. Ebba wurde von Adoptiveltern großgezogen. Als ein Mordanschlag auf die Beiden verübt wird, ermittelt die Polizei und sieht Verbindungen zu dem alten Fall.

Camilla Läckberg erzählt die Geschichte, wie sie es oft tut, in Gegenwart und in Rückblenden auf frühere Ereignise, die sich dann irgendwann einem Punkt nähern, der für das gegenwärtige Geschehen relevant ist. Das hat sich in früheren Werken recht gut bewährt und da ist es ihr auch gelungen, die Kurve zu kriegen, weil sie sich knapp gehalten hat. Aber hier geht sie nicht nur auf eins sondern auf zwei Ereignisse in der Vergangenheit zurück und sogar Hermann Göring taucht auf. Hier schreibt die Autorin in der Danksagung, dass sie arg viel über ihn recherchiert hat. Mag ja sein, aber was im Buch auftaucht erfährt man in jedem Wikipedia Artikel oder in einer Guido Knopp Dokumentation. Die ganze Geschichte wirkt, wie mit der heißen Nadel gestickt. Die Wendungen werden immer seltsamer, die Personen auch. Warum das Buch mit Themen wie Rechtsextremismus, Kindesmissbrauch, Kindermord, Eheprobleme usw. überfrachtet werden musste, weiß die Autorin alleine. Die Auflösung des Ganzen ist dann auch sehr an den Haaren herbeigezogen.

Übersetzerin aus dem Schwedischen: Kathrin Frey

Career of Evil – Robert Galbraith

 

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Als Hörbuch habe ich mir den dritten Krimi um Cormoran Strike & Robin Ellacott von Robert Glabraith gegönnt. Career of Evil wird gelesen von Robert Gleinster und zwar brilliant.

Ich habe die beiden Vorgänger schon mit Begeisterung genossen und konnte auch hier nicht warten bis die deutsche Ausgabe erscheint. Als Hörbuch habe ich es ohnehin gerne auf englisch, weil Sprecher wie Robert Gleinster die ganze Slangvielfalt Großbritanniens bieten. Aber zum Buch.

Die Partnerin des Privatdetektivs Cormoran Strikes, Robin Ellacott, bekommt ein Paket ins Büro geliefert. Da sie einiges wegen ihrer bevorstehenden Hochzeit dort hinschicken lässt, wundert sie sich nicht sehr. Als sie es öffnet, findet sich dort allerdings kein Hochzeits-SchnickSchnack, sondern ein ab getrenntes Frauenbein. Cormoran Strike fallen vier Menschen aus seiner Vergangenheit ein, die das Paket geschickt haben könnten. Während die Polizei sich schnell auf einen der Verdächtigen einschießt, ermitteln Robin und Strike, welcher der anderen es gewesen sein könnte. Denn eines ist klar, der Sender des Pakets will Robin ans Leder, um Strike zu treffen.

Auch der dritte Band der Serie ist wieder große Klasse. Das sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith J. K. Rowling verbirgt ist mittlerweile kein Geheimnis mehr und ich muss sagen, auch in Bereich Krimi erweist sich Ms. Rowling als ausgesprochenes Talent. Mir gefallen ihre Charaktere, mir gefällt die Art wie sie die Geschichte aufbaut und vor allem gefällt mir, dass sie nie nur Oberflächen liefert, es geht im Guten wie im Bösen in die Tiefe.

Ein Interview mit J. K. Rowling zu den Cormoran Strike Büchern hat Val McDermid auf dem Harrogate Festival 2014 geführt:

Wo der Hund begraben liegt – Beate Vera

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Dies ist der erste Teil der Serie um Martin Glander und Lea Storm zu deren zweiten Teil Wenn Alle Stricke Reißen ich schon geschrieben habe.  Letzteres hatte mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie alles begann.

Lea Storm hat seit dem Tod ihres Mannes Schlafstörungen und um sich auszupowern, ist sie dazu übergegangen nachts zu Joggen. Begleitet wird sie auf ihren Runden am südlichen Stadtrand von Berlin von Talisker, einen schottischen Deerhound. Auf einer dieser Runde stolpert sie förmlich über zwei Leichen. Eine davon ist ihr unangenehmer Nachbar Hantschke, die andere wahrscheinlich eine Prostituierte. Durch einen Zufall erscheint nicht das zuständige LKA1 am Tatort, sondern der nach Brandenburg strafversetzte Martin Glander, der nicht nur den Fall an sich interessant findet, sondern auch Lea. Da bahnt sich also was an. So nach und nach zeigt sich, dass der Tod an Hantschke beiweitem nicht der kurioseste in der Reihenhaussiedlung war, in welcher Lea lebt. Es wird klar, hier ist ein Serienmörder am Werk.

Mir gefällt diese Art Cozy Crime sehr gut, es ist spannend, ohne dass in Blutorgien geschwelgt wird. Die Protagonist*innen sind sympathisch, haben aber  ihre Ecken und Kanten und was so in einer Reihenhaussiedlung alles passieren kann …

Beate Vera schreibt spannend und leicht, was sicher nicht einfach zu bewerkstelligen ist, sie kommt ohne Effekthascherei aus und schafft es trotzdem die Leser*innen gefangen zu halten. Ich wollte eigentlich nur mal kurz in das Buch hineinsehen und als ich es durchgelesen hatte und aus der Hand legte war es 04:30 am nächsten Morgen.

Mehr Infos zum Buch und zur Autorin:

http://beate-vera-books.de.tl/WO-DER-HUND-BEGRABEN-LIEGT.htm