Federgrab von Samuel Bjørk

federgrab_sSamuel Bjørk

Federgrab

Übersetzerin: Gabriele Haefs

€ 12,99 [D] inkl. MwSt.

Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3-442-20525-7

Eine 17-Jährige wird tot aufgefunden. Stranguliert, nackt auf ein Bett aus Federn gelegt, mit einem Pentagramm aus Lichtern umkränzt und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen werden, wie bereits in Engelskalt, von Holger Munch, Mia Krüger und deren Team übernommen. Ihre Nachforschungen bringen sie in eine Gärtnerei, in der auffällige Teenager Halt finden sollen, auch Camilla, das Opfer, war dort untergebracht. Trotz vieler Spuren, kommen die Ermittlungen nicht richtig voran, bis ein Hacker den Ermittlern einen Film zu spielt, den er im Dark-Net gefunden hat. Es steht zu befürchten, dass der Täter oder die Täterin erneut zu schlagen wird.

Wie auch bereits Engelskalt hat mir auch Federgrab gefallen, allerdings gibt es auch einiges zu bemängeln. Zuerst einmal: Der Plot spannend und logisch. Was allerdings dieser Miriam Munch (Tochter des Kommisars) Strang soll, erschließt sich mir nicht. Das mag anderen Leser*innen anders gehen. Ich fand es unnötig, da die Protagonisten nun wahrlich genug Gepäck haben, das es ihnen schwer macht zu funktionieren. Die Charaktere mag ich. Sie haben Substanz und sie entwickeln sich und ich bin gespannt wie es weitergehen wird mit Munch und Konsorten.

Was mich wirklich geärgert hat, waren diese ständigen Wiederholungen. Wenn ich einmal lese, dass der Munch seit 10 Jahren geschieden ist und kein gutes Verhältnis zu seiner Ex-Frau hat, habe ich es begriffen, es tut nicht nötig, es dauernd, mit fast den selben Worten zu erwähnen, zu Mal es für die Handlung vollkommen irrelevant ist.

 

Finderlohn von Stephen King

Finderlohn-s

Morris Bellamy ist ein fanatischer Fan der Romane des Autors John Rothstein. Er hat sie wieder und wieder gelesen, kann sich aber nicht damit abfinden, wie der dritte Teil endet. John Rothstein hat seit nahezu zwanzig Jahren nichts mehr veröffentlicht, aber hat er auch aufgehört zu schreiben? Morris und zwei andere überfallen den einsam und alleine auf einer Farm lebenden Autor, rauben ihn aus und Morris tötet ihn und seine beiden Kumpane. Da er befürchtet, dass die Polizei ihm auf der Spur ist, versteckt er die erbeuteten Notizbücher und die nahezu 20000 $ in einem Koffer im Wald hinter seinem Elternhaus. Dann geht er feiern und wird verhaftet … nicht wegen des Mordes an John Rothstein, sondern wegen einer Vergewaltigung, die er im Rahmen der Festivitäten begangen hat,  und landet lebenslänglich hinter Gittern.

Viele Jahre später findet Pete, ein dreizehnjähriger Teenager, durch einen Zufall den Koffer und nutzt das Geld, um seiner Famlilie durch die Finanzkrise zu helfen. Über vier Jahre schickt er monatlich eine gewisse Summer anonym an seinen Vater. Die Eltern ahnen sehr wohl, dass mit dem Geld etwas nicht stimmt, aber es ist ihre Chance, wieder auf die Beine zu kommen, und so fragt keiner weiter nach. Nur Pete`s kleine Schwester Tina vermutet, dass ihr Bruder dahinter steckt. Als das Geld zur Neige geht, will Pete einige der Notizbücher zu Geld machen. Einige, nicht alle, denn er ist mittlerweile ebenfalls in den Sog Rothsteins geraten. Ein gefährliches Unternehmen, besonders da mittlerweile Morris begnadigt wurde und nach 35 Jahren Knast nur noch den versteckten Koffer holen und in den Notizbüchern lesen will. Tina ahnt, dass ihr Bruder richtig in Schwierigkeiten steckt und wendet sich an Bill Hodges, der einigen Leser*innen schon aus Mr. Mercedes bekannt sein dürfte.

Finderlohn ist seit langer Zeit mein erster Stephen King und der hat mich gleich so begeistert, dass ich unbedingt Mr. Mercedes auch noch lesen muss. Hier stimmt alles, Charaktere, Plot und Spannungsbogen. Auch in den ruhigen Phasen bleibt eine unterschwellige Spannung vorhanden und immer ist das Leitmotiv spürbar … die Liebe zu Büchern.

Finderlohn wurde von Bernhard Kleinschmidt aus dem Amerikanischen übersetzt. Mehr Infos zum Buch finden sich hier: http://www.randomhouse.de/Buch/Finderlohn/Stephen-King/e477300.rhd