Die Unglückseligen – eine unglückselige Entscheidung?

Zur Zeit lese ich „Die Unglückseligen“ von Thea Dorn und habe das Gefühl, dass dies eine unglückselige Entscheidung war. Normalerweise muss man mir irgendwann ein Buch entreißen und streng sagen: Nun wird geschlafen. Mit diesen 515 Seiten Wälzer in der Hand bin ich nun schon zweimal eingeschlafen. Im Sitzen!

Ich weiß nicht genau was es ist. Die Forschung nach Unsterblichkeit ist sicher ein interessantes Thema, aber warum muss es so ausschweifend und kalt behandelt werden? Da sind immer wieder Phasen in denen ich denke, nun fangen Johanna und der Herr Ritter an mich zu interessieren, doch die halten nicht lange. Erst dachte ich, dass es mit meiner mangelnden Bildung zu tun hat und ich einfach nicht genug Wissen für das Thema mitbringe, dann viel mir wieder ein, dass ich schon so einige Bücher gelesen habe, deren Themen mir fremd war und ich keinerlei Schwierigkeiten hatte, zu begreifen worum es ging.

Ich bin auf Seite 200 und werde ach einer kurzen Pause, dem Buch noch eine weitere Chance geben, dann schreibe ich abschließendes dazu.

 

Unterleuten von Juli Zeh

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Heute fand sich in der Post dieses Buch, auf das ich schon sehr gespannt bin.

Der Klappentext:

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf „Unterleuten“ irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Unterleuten von Juli Zeh ist bei Luchtenhand erschienen.

Infos zum Buch: http://www.randomhouse.de/Buch/Unterleuten/Juli-Zeh/e482616.rhd

Infos zur Autorin: http://www.juli-zeh.de/