Das gibts in keinen Russenfilm – Thomas Brussig

Thomas Brussig

Das gibts in keinem Russenfilm

Roman
Hardcover
Preis € (D) 19,99 | € (A) 20,60 | SFR 28,90
ISBN: 978-3-10-002298-1
S. Fischer Verlag
Da hat der in Ostberlin lebende Schriftsteller Thomas Brussig sich mitreißen lassen und in einer sehr pathetischen Rede drei Versprechen gegeben.

Er wird nicht in den Westen reisen, bevor es alle können

Solange nicht jeder eines hat, wird er kein Telefon haben

Solange es verboten ist, wird auch er nicht „Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ lesen

Obwohl er diese Verprechen im Überschwang einer Veranstaltung gegeben hat, hält er sich daran. Die DDR hält sich aber auch. Die Wiedervereinigung hat es nicht gegeben und die Geschichte nimmt einen anderen Verlauf.  Auf seinem Lebensweg durch die veränderte Geschichte verarbeitet Brussig seine autobiografischen Eckpunkte und begegnet so einigen Personen, die uns auch heute bekannt sind. Allerdings hat auch ihr Lebensweg einen anderen Verlauf genommen. Gregor Gysi, der Anwalt Brussigs, avanciert irgendwie zum Generalsekretär des ZK´s, Sarah Wagenknecht ist die Nachrichtensprecherin der Aktuellen Stunde und so weiter.

Brussigs Gedankenspiel hat mir enormen Spaß gemacht.  Wie absurd eigentlich alles ist, wird ziemlich zum Ende des Buches klar, als der Leser immer wieder gedacht hat, dass kann doch gar nicht sein. Da lädt Richard David Precht Brussig dazu ein, ein Buch eines jungen Autoren zu besprechen, der das Geschehen ganz anders beschrieben hat. In dem Buch hat es die Wiedervereinigung gegeben, eine Ex-DDR-lerin ist Bundeskanzlerin, Sarah Wagenknecht Politikerin und mit Oscar LaFontaine verbandelt und so weiter.

Fazit: Unbedingt lesenswert

About KaBra

Karin Braun, 59 Jahre, begeisterte Leserin und Erzählerin. Im Grunde mache ich dauernd was mit Worten. Entweder lese ich oder ich schreibe und oft schreibe ich über das Gelesene.

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