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Die Geschichte spielt in einer Wirklichkeit, die sich von der unseren unterscheidet. In dieser haben die Achsenmächte den 2. Weltkrieg gewonnen. Deutschland und Japan haben die USA unter sich aufgeteilt. Die Grenze bilden die Rocky Mountains, westlich davon steht alles unter japanischer Herrschaft, östlich unter deutscher, genauer gesagt, es herrschen die Nazi und zwar mit eiserner Hand. Philip K. Dick hat dieses Buch Anfang der 60ziger Jahre geschrieben, daher tauchen einige vertraute Namen auf, wie etwa Bormann, Goebels, von Schirach usw. Die Geschichte beginnt aber in San Francisco. Ein Buch macht von sich reden, in dieses Buch flüchten sich die Menschen, dieses Buch beschreibt eine Wirklichkeit, die der unseren ähnelt. Also die Allierten waren die Sieger. Der Autor des Buches soll auf einer Bergfeste in den Rocky Mountains leben und Juliana, eine der Protagonistinnen, macht sich auf die Suche nach ihm.

Das I-Ging, das chinesische Buch der Wandlungen spielt eine entscheidende Rolle im Orakel vom Berge. Die Menschen in der japanischen Zone suchen oft Rat im I-Ging und so hielt es auch der Autor.  Philip K. Dick hat während des Schreibens, immer wieder das I-Ging befragt. Das Orakel vom Berge ist ein Klassiker der Sciencefiction Literatur und das seit vielen Jahren. Wir haben es schon lange im Bücherschrank stehen, aber irgendwie war nie die richtige Zeit es zu lesen. Erst vor einigen Tagen, war auf einmal der Wunsch da. Also habe ich es mir als E-Book besorgt, weil ich unser Exemplar nicht finden konnte. Bei über 1000 Bücher im Haus, kommt dass schon mal vor.

Doch wie fand ich das Buch nun? Es hat mir sehr gut gefallen, aber ich muss auch einige Abstricke machen. Fangen wir vorne an: Das Leben in dem fiktiven San Francisco und die Berührungspunkte mit der Nazizone und Berlin, beschreibt Dick sehr ausführlich, wie auch die Auswirkungen, die das „Buch“ im Buch hat. Da baut sich ein guter Spannungsbogen auf und auch die zweite Plotlinie, um Juliana, die sich auf den Weg macht, um den Autoren zu treffen, der das Buch das alle fesselt geschrieben hat, ist interessant gemacht. Allerdings kommt Dick dann sehr schnell zum Ende. Auf den letzten vierzig Seiten hat man das Gefühl, dem Autor ist die Puste ausgegangen. Trotzdem ist es eine tolle Geschichte und ich bin froh, dass ich sie gelesen habe.

Es gibt eine Fernsehserie zum Buch: The Man in the Highcastle, welche hochgelobt wird. Ich habe mir einige Trailer angesehen und glaube, wer das Buch nach Ansehen der Serie liest, wird enttäuscht sein. Es ist bei weitem nicht so temporeich und aktionsgeladen. Was der Spannung der Geschichte keinen Abbruch tut.

Philip K. Dick – Das Orakel vom Berge ist im S. Fischer Verlag erschienen und wurde von Norbert Stöbe aus dem Amerikanischem ins Deutsche übersetzt.

Mehr Infos finden sich hier: http://www.fischerverlage.de/buch/das_orakel_vom_berge/9783596905621

 



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