Die Manns

Zu erst dachte ich: Ach nee, nicht noch ein Buch über die „amazing family“, dann hörte ich so einiges und auf einmal war ich doch neugierig, was der Herr Lahme da zusammengetragen hat. Um es gleich vorweg zu sagen: Viel Neues ist nicht dabei! Wie denn auch, über die Manns ist soviel geschrieben worden und seit Breloers Film sind wir bestens informiert. Aber da ich doch neugierig war, habe ich es gelesen.

Herr Lahme beginnt 1922 und geht dann chronologisch vor. Seine Erkenntnisse entstammen der Sichtung der Korrespondenz, welche die Familienmitglieder untereinander führten und so wird einiges über die finanziellen Verhältnisse deutlich klarer und auch wie es so ist hauptberuflich Kind von Thomas Mann zu sein.

Das Buch ist recht flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen. Was den Erkenntnisgewinn betrifft, so haben geht es mir halt wie den meisten Kritikern die schon viel über Thomas Mann & Co. gelesen haben. Für jemanden der das nicht hat, bietet dieses Buch einen schönen Überblick.

Was ich, na vielleicht nicht schockierend, aber doch verblüffend fand, war die Einigkeit der Familie in Bezug auf Monika Mann. An der wurde von keinem ein gutes Haar gelassen. Überhaupt dachte ich beim Lesen „Die Parasiten“ hätten als Titel besser gepasst. Schon in früheren Publikationen war ja klar in welchen Maße dem „Werk“ alles untergeordnet wurde und wie gnadenlos Familie, Freunde und alles und jeder in den Romanen Thomas Manns verbastelt wurde. Klaus Mann hielt es dann auch ähnlich.

Mehr Infos:

http://www.fischerverlage.de/buch/die_manns/9783100432094



0 Comments

  1. freiedenkerin

    Für einen früheren guten Freund rangierte Thomas Mann gleich unterhalb des lieben Gotts – ich konnte das nie nachvollziehen. 😉


Leave a reply