Die Reise der Amy Snow von Tracy Rees

Amy Snow_s

Tracy Rees

Die Reise der Amy Snow

  • Historischer Roman Frauenunterhaltung
  • Hardcover
  • Klappenbroschur
  • 480 Seiten
  • Amy Snow
  • Aus dem Englischen übersetzt von Elfriede Peschel.
  • ISBN-13 9783471351369

Aurelia Vennaway ist acht Jahre alt, als sie ein Baby im Schnee auf dem Gelände ihres Elternhauses findet. Sie setzt gegen den Willen ihrer Eltern durch, dass das Baby im Haus aufgezogen wird. So kommt es, dass Amy Snow überlebt und in der Küche des Herrenhauses Hatville aufwächst. Von Aurelia geliebt, von deren Eltern verachtet und drangsaliert. Die Kinder werden älter und Amy wird und bleibt Aurelias beste Freundin, auch als diese erfährt, dass sie früh sterben wird.
Nach Aurelias Tod muss Amy Hatville verlassen. Aber Aurelia hat für sie gesorgt. Sie schickt ihre Freundin auf eine Art Schatzsuche, in deren Verlauf sie sie mit Menschen zusammen bringt, die ihr freundlich gesonnen sind und die ihr helfen, sich von dem Schatten Hatvilles zu befreien. Am Ende dieser Reise, die Amy in vieler Hinsicht fordert und sie wachsen lässt, findet sie heraus, welche Geheimnisse Aurelia ihr zu Lebzeiten vorenthalten hat.
Soweit ich es erkennen konnte, ist dies Tracy Rees erste Veröffentlichung in Deutschland. Das Buch hat mich zwiespältig zurückgelassen. Zum einem habe ich es gerne gelesen, keine Frage, der Schreibstil vom Tracy Rees ist flüssig und man kann gut in der Geschichte versinken. Einige Metaphern sind nicht unbedingt gelungen, besser gesagt, passen nicht zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. So heißt es an einer Stelle: »Eine Haut von der Farbe eines Erdbeersorbets« Ich weiß nicht! Auch warfen die Personen und ihre persönlichen Umstände Fragen auf. Aurelia wächst in einer recht konventionellen Familie auf, die Geschichte spielt in den frühen Regierungsjahren Königin Victorias, also so um 1877 herum. Aurelia Vennaway wird in dem Roman als eine sehr fortschrittlich denkende junge Frau beschrieben, die über eigenes Vermögen frei verfügt, sich aber doch in vielen, etwa der Frage der Heirat, ihren Eltern unterwerfen muss und sich nur durch Tricks einer ungewollten Ehe entziehen kann. Ich bezweifele ein wenig, dass eine junge Frau in diesen Zeiten ohne weiteres ihr eigenes Vermögen verwalten, geschweige denn große Teile davon abzweigen und weitergeben konnte.

 

 

About KaBra

Karin Braun, 59 Jahre, begeisterte Leserin und Erzählerin. Im Grunde mache ich dauernd was mit Worten. Entweder lese ich oder ich schreibe und oft schreibe ich über das Gelesene.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.