• H – wie Habicht
  • Autorin: Helen Macdonald
  • Erzählendes Sachbuch Schicksalsmemoir Spiritualität
  • ePub
  • 416 Seiten
  • H is for Hawk
  • Aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Kretschmer.
  • ISBN-13 9783843711470

Auf das Buch H- wie Habicht bin ich durch die Sendung Druckfrisch gekommen. Da hat etwas getriggert und ich habe es mir voller Vorfreude bestellt. Was so genau mich da anzog, weiß ich eigentlich nicht und ich muss gestehen, selten hat mich ein Buch so zweigeteilt zurückgelassen. Zum einen ist da die literarische Seite. In dieser Hinsicht ist das Buch großartig. Die Beschreibung der Trauer um den Vater, die gefühlte Verbindung zu T. H. White und so weiter. Alles wunderbar. Nur kam mir meine eigene Haltung in Sachen Tierdressur dazwischen. Die Versuche Macdonalds Mabel, so heißt das Habichtsweibchen, welches sie sich anschafft, abzutragen (zu zähmen und für die Jagd abzurichten), fand ich einfach nur widerlich. Das angeblich Edle in der Falknerei konnte Macdonald mir nicht vermittteln. Das war wohl aber auch nicht ihr Ansatz, denn es ging ja um sie, die Trauerarbeit und wie sie den Verlust des Vaters mit Mabels Hilfe verarbeitete. Ich war derartig betroffen, angewidert und über meine eigene Naivität, etwas anderes erwartet zu haben, entsetzt, dass ich das Buch nach gut der Hälfte weglegte.

Nochmal: Literarisch ist an dem Buch nichts auszusetzen und es scheint ja einer Menge Menschen, extrem gut zu gefallen. Es ist also in erster Linie mein Problem, dass die Lektüre bei mir nicht zündete.



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