hitzewelle

 

„Hitzewelle“ ist der 3. Teil von Anne B. Ragdes Neshov Trilogie.  In diesem Teil wird die Geschichte der Familie Neshov, nach dem Freitod von Torunns Vater, weiter erzählt. Torunn leidet unter Schuldgefühlen. Sie kann nicht verwinden, dass ihr Vater sich umgebracht hat, weil sie ihm nicht zu sagen konnte, den Hof zu übernehmen. Sie fühlt sich gezwungen weiter zu machen, ist aber gleichzeitig nicht in der Lage nötige Veränderungen anzugehen. Gleichzeitig wird der Druck von Außen immer unerträglicher. Die Mutter, die ihre Tochter wieder in Oslo wissen will, die Onkel die allesamt ihre eigenen Pläne um den Hof haben, deren Gelingen davon abhängig ist, dass Torunn, die Anerbin, den Hof mit landwirtschaftlicher Nutzung weiterführt.

Es ist auch nicht so, dass die Menschen um Torunn nicht sehen, dass sie Hilfe braucht, aber keiner gibt ihr die, die sie wirklich braucht. Materielle Unterstützung ist eben leichter gegeben, als tatkräftiges Miteinander. Schließlich hat ja jeder sein eigenes Leben. Jeder bis auf Torunn, die schließlich explodiert …

Frau Braun meint:

… der dritte Teil um die Neshov Familie lässt mich mit ein wenig zwiespältigen Gefühlen zurück. Stellenweise ist die Luft raus. Es ist so ein Patchwork. Da sind ganze Textteile aus den früheren Bänden übernommen. Einiges wird nachvollziehbarer, einige Figuren entwickeln sich dann doch recht merkwürdig. An einigen Stellen dachte, wäre besser gewesen, mit dem zweiten Teil Schluss zu machen und das Ende offen zu lassen, dann wieder zog es mich weiter. Es ist schwer die drei Bücher einzeln zu besprechen, denn eigentlich gehören sie zusammen. Bilden eine Einheit. Stellenweise hatte ich die Idee, dass es als „ein“ Buch besser funktionieren würde. Aber nun ist es, wie es ist.

Fazit: Trotz einiger Schwächen sehr lesenswert. Allerdings sollten zukünftige Leser besser alle drei Bücher lesen und zwar in chronologischer Reihenfolge: Das Lügenhaus – Einsiedlerkrebse – Hitzewelle.



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