Höllenrose von Karin Fossum

Höllenrose von Karin Fossum

Auf dem Cover steht „Kriminalroman“ und es gibt auch einen Mord, einen Kommisar und Ermittlungen und doch ist die Bezeichnung irreführend. Ich würde es eher das Psychogramm eines Mordes nennen. Doch erst einmal zum Inhalt.

In einem Wohnwagen, der am Rand eines Feldes steht, in der Nähe eines Bauernhofes steht, werden zwei Leichen gefunden, die einer Mutter und ihres vierjährigen Sohns. Der Mord war ein ausgesprochen brutaler und keiner vom Bauernhof, weder der Bauer und seine Familie, noch die polnischen Landarbeiter, haben etwas gesehen. Kommisar Sejer beginnt mit den Ermittlungen. In Rückblenden wird die Geschichte von Bonnie Hayden und ihrem Sohn erzählt und die Geschichte von Eddie, der nicht wirklich behindert ist, aber auch nicht ohne Unterstützung klar kommt. Der mit seiner Mutter lebt, bis diese eine tödliche Diagnose erhält, und natürlich auch, was Eddie, seine Mutter mit Bonnie und Simon verbindet.

Ich mag die Bücher von Karin Fossum sehr, eben weil sie keine typischen Kriminalromane sind. Die Ermittler, allen voran Kommisar Sejer, bleiben sehr im Hintergrund und blass im Gegensatz zu den anderen Charakteren. Da liegt auch für mich ein Kritikpunkt. Wenn denn konsequent. Denn die Ermittler praktisch anonym lassen. Es irritiert mich immerl, wenn Sejer wieder auftaucht und sich eine Stulle schmiert oder mit seinem Hund redet. Jedesmal denke ich, nun erfahre ich etwas über den Guten und schwupps, richtet sich der Scheinwerfer schon wieder auf jemand anders. Trotzdem ist es ein sehr gelungenes Buch. Kein typischer „Who done it?“ eher ein „Why was it done?“

Höllenrose 

Autorin: Karin Fossum

  • Erschienen am 02.11.2017
  • 304 Seiten, Broschur
  • Übersetzt von: Gabriele Haefs
  • ISBN: 978-3-492-31164-9
  • Preis: 10,00 (D)

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