Kaliber von Ken Bruen

Übersetzung aus dem Englischen: Karen Witthuhn

Klappbroschur, 183 Seiten
Mai 2015
ISBN 978-3-945133-12-
Preis € (D) 12,90

Im Südosten Londons geht ein Serienkiller der besonderen Art um. Wer schlechte Manieren hat, sollte sich in Acht nehmen. Wäre gut für die Frau gewesen, die ihre Untergebenen laut in der Öffentlichkeit am Telefon runterputzte. Sie hat der Manners-Killer aus dem Fenster geworfen. Oder der Mann der unhöflich zu seiner Frau war, er wurde vor den Zug gestossen. Alle diese Morde sehen wie Unfälle aus und wenn der Mörder nicht höchstselbst die Polizei darüber informiert hätte, würden sie nicht im geringsten bekannt werden. Aber genau das tut der Mörder und nun wird ermittelt und schnell wird klar, auch die örtliche Polizei hat massig Dreck am Stecken. Ein homophober, sexistischer, korrupter, brutaler Haufen, dem mensch nicht in die Hände fallen will.

Das war nun also mein erster Ken Bruen und sicher nicht mein letzter. Dieser sehr kurze – gerade einmal 180 Seiten – Krimi hat es in sich, auch wenn er sich eher wie eine Satire auf den typischen Crimi noir liest. Die Idee eines Killers der schlechtes Benehmen ahndet ist einfach zauberhaft und die Charaktere sind herrlich verschroben. Leider bleibt der Täter bei allem Outen der Taten ein wenig blass. Das ist aber auch der einzige Minuspunkt, den ich zu vergeben habe.

Der Autor: Ken Bruen, 1951 in Galway geboren, studierte am Trinitiy College in Dublin und promovierte in Metaphysik. Er lebt heute in Galway.



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