Mädchenmeute von Kirsten Fuchs

Mädchenmeute

Autorin: Kirsten Fuchs

Rowohlt Berlin
30.01.2015
464 Seiten
ISBN 978-3-87134-764-1

Die fünfzehnjährige Charlotte Nowak ist nicht glücklich, als sie ins Sommercamp „Wilde Mädchen“ soll. Aber halt immer noch besser als im Garten bei Oma, denkt sie sich. Das Camp erweist sich als absoluter Alptraum. Ein verrottetes Jungponierlager in Brandenburg, sieben weitere Mädchen und die recht eigenartige Campleiterin Inken, die psychisch nicht die Stabilste zu sein scheint, machen ihr, der Schüchternen arg zu schaffen. Als die Situation eskaliert, machen sich die sieben Mädchen selbstständig und werden schließlich in einem alten Bergwerktunnel mitten im Erzgebirge heimisch. Auf dem Weg dort hin haben sie noch ein Auto voller Hunde gekapert, von denen sie glaubten, dass sie vergast werden sollten.

Schnell wird klar, dass die Sache mit der Freiheit nicht ganz so einfach ist. Da gilt es den Alltag zu organisieren, diverse Ängste zu überwinden, Hierachien zu klären und schließlich mit einer DDR Hinterlassenschaft aufzuräumen. Dann kommen auch noch Jungs ins Spiel und Charlotte, mittlerweile Charlie genannt, verliebt sich. Überhaupt entdeckt Charlie so einiges an sich und in sich, was sie nie vermutet hätte.

An einer Stelle hat Charlie die Erkenntnis, dass sie noch nie so unfrei war und so durchgängig zu tun hatte, als in dieser Freiheit. Nur eben das es keine Erwachsenen gibt, die die Regeln aufstellen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Kirsten Fuchs schreibt einfühlsam und spannend von dem Abenteuer der sieben Mädchen.  Eine Geschichte die sich für ein Roadmovie eignen würde.

Sehr empfehlenswert.

About KaBra

Karin Braun, 59 Jahre, begeisterte Leserin und Erzählerin. Im Grunde mache ich dauernd was mit Worten. Entweder lese ich oder ich schreibe und oft schreibe ich über das Gelesene.

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