Totensommer von Trude Teige

TotensommerTrude Teige

Totensommer

Übersetzung aus dem Norwegischen:

Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann

Aufbau Taschenbuch

978-3-7466-3217-9

9,99 €

Die Journalistin Kasja Coren hat sich an die Küste von Møre, in das Haus ihrer Kindheit zurückgezogen. Dort will sie ein Buch über die Rolle der Frauen im Widerstand, während des 2. Weltkriegs schreiben. Aber die Idylle ihrer Kindheit findet sie nicht in dem kleinen Ort. Ein Deutscher wird ermordet und kurz darauf die alte Frau bei der gewohnt hat. Kasja findet einiges über die Vergangenheit der alten Jenny und des Deutschen Gerts und des Ortes heraus.

Mir hat besonders der Aufbau dieses Krimis gefallen. Die Rückblenden in die Geschehnisse der Jahre 1941 – 1943 machten deutlich warum die Charaktere zueinander stehen, wie sie nun einmal stehen. Überhaupt gelingt es der Autorin die Kriegstraumata, die immer noch aktiv sind und auch für die nachfolgende Generation deutlich zu machen. Was mit besonders gut gefallen hat: Trude Teige gibt ihren Ermittler*innen ein Privatleben, schafft es aber eine gute Ausgewogenheit zu finden und das Private nicht überhand nehmen.

Trude Teige ist in Norwegen schon lange eine feststehende Größe in der Krimiliteratur. Nun ist die ehemalige Fernsehjournalistin auch in Deutschland angekommen und ich freue mich darüber. Wie ich hörte ist auch schon ein weiterer Krimi von ihr bei Aufbau in Vorbereitung.

Am 03.09.2016 liest Trude Teige in Hamburg im Rahmen der langen Literaturnacht. In Jussi, mein skandinavisches Krimi Buch Café, Lehmweg 35, Hamburg.

 

Weißes Meer von Roy Jacobsen

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Roy Jacobsen

Übersetzung: Andreas Brunstermann/Gabriele Haefs

20,00 €
ISBN: 9783955101053
Die Protagonistin Ingrid ist bereits in dem Vorgänger Roman Die Unsichtbaren aufgetaucht. Hier nun kehrt sie als Erwachsene auf die kleine Insel Barroy, auf der sie aufgewachsen ist, zurück. Es ist Winter 1944 und Norwegen ist von den Deutschen besetzt. Während eines Sturms werden tote deutsche Soldaten an das Ufer der Insel gespült, unter ihnen ist Alexander, ein russischer Kriegsgefangener und der lebt. Ingrid flickt ihn zusammen und findet in ihm die Liebe ihres Lebens. Dann kommen die Deutschen und durchsuchen die Insel …
Ich hatte bereits mit dem Vorgängerroman so meine Schwierigkeiten, mit diesem Buch war es noch schlimmer. Wenn mich ein Buch nach 100 Seiten nicht gepackt hat, dann lege ich es weg, weil das Leben zu kurz ist, um Sachen zu lesen, die einem nichts geben. Bei Roy Jacobsen kommt aber noch etwas anderes hinzu. Er macht mich wütend! Denn er hat eine Geschichte zu erzählen, die mich interessiert, da sind Charaktere  über die ich gerne etwas erfahren möchte und doch ist es mir, wegen der kruden, oft sprunghaften Erzählweise des Autors nicht möglich mich auf das Buch einzulassen.  Mein Beileid gilt den beiden Übersetzern, die im Gegensatz zu mir, das Buch nicht einfach zur Seite legen konnten.