Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen von Gudrun Skretting

Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen

von Gudrun Skretting
übersetzt von Gabriele Haefs

Verlag Carlsen

ISBN 978-3-551-58370-3

Preis Harcover: 14,99 €

Preis E-Book: 10,99 €

Anton hat es nicht leicht. Er ist dreizehn, der Kleinste der Klasse, mit zu großen Ohren ausgestattet und überhaupt kein Alphamännchen, wie der Klassenschönling Kevin. Außerdem lebt er mit seinem Vater alleine, seine Mutter ist vor Jahren verunglückt. Als er denn noch erfährt, dass seine Existenz einem undichten Kondom zu verdanken ist, wirft ihn das weiter aus der Bahn. Nun ist er überzeugt, dass er das Lebens seines Vaters in eine Schieflage gebracht hat und nun dafür Sorge tragen muss, dass das in Ordnung kommt. Er beschließt, dass sein Erzeuger eine Freundin braucht und macht sich mit Freundin Ine dran, ihm zu einer zur verhelfen. Damit der Mann erst einmal unter Leute kommt, melden sie ihn für einen Kursus an, in dem zu erwarten ist, dass er dort viele Frauen und wenig männliche Konkurrenz trifft. Was könnte da passender sein, als ein Strickkurs? Denn ein Problem ist, dass der Vater, seines Zeichens Verkäufer von Toiletten für Ferienhütten, kein wahrlich cooler Typ ist.

Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen ist das erste Jugendbuch von Gudrun Skretting und gleich ein ganz großer Wurf. Es vereint alles was ein Buch haben sollte, besonders eines für Jugendliche, nämlich eine Botschaft, die ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt wird und herrlichen Humor. Mir ist beim Lesen einiger Stellen, die Brille vor Lachen beschlagen. Alleine die Recherchen in Sachen, was Frauen von Männern so erwarten … einfach wunderbar. Auch Signe Salvesen, die alte Nachbarin für die Anton so dann und wann die Kreuzworträtselhefte besorgt, hilft nicht so richtig weiter, obwohl sie klare Ansichten darüber hat, woran man ein brauchbares Mannsbild erkennt. Sie sagt:

Ein brauchbares Mannsbild muss Ibsen gelesen haben!

Im Laufe der Geschichte bekommen Ine und Anton es noch mit weiteren Beziehungsproblemen zu tun und die betreffen nicht nur die Erwachsenen.

Fazit: Ein wunderbares Buch!

Edvard, mein Leben, meine Geheimnisse – Zoë Beck

edvard

Edvard, fast 15 hat es nicht leicht mit dem erwachsen werden. Die Eltern nerven, vor allem mit ihrem dauernden Verständnis, die Angebetete weiß gar nicht das er existiert und überhaupt ist alles eher doof. Dann ist da noch der griesgrämige Nachbar und dessen Pudel und dessen Häufchen, in die Edvard schon mal tappt. Wie gesagt leicht ist es nicht.  Um nun heraus zu bekommen, was das Mädchen seiner Träume so treibt, erfindet er Jason, einen angeblichen amerikanischen Austauschschüler, und sendet ihr in dessen Namen eine Freundschaftsanfrage, die diese begeistert annimmt. Doch das macht es auch nicht einfacher, im Gegenteil. Schnell merkt Edvard das Lügen schnell wachsen und sich vermehren. Er lernt auch, das der erste Eindruck täuschen kann und der griesgrämige Nachbar gar nicht so ein übler Kerl ist. Als der sein Haus verlieren soll, wird Edvard aktiv …

Zoë Beck lässt Edvard über sein Leben via  Blog berichten und das macht Spaß. Man ist dicht dran. Erinnerungen an die eigene Pubertät kommen hoch und die Erkenntnis, dass sich bis auf die technischen Möglichkeiten nicht viel verändert hat, was diese Phase angeht. Habe ich gerne gelesen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Nicht nur für Jugendliche, funktioniert auch bei Menschen die die Pubertät deutlich 40 Jahre hinter sich gelassen haben.