Am Tiefpunkt genial von Karoline Cvancara

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Am Tiefpunkt genial

Hardcover – EURO 19,90

ISBN 978-3-903091-02-3
264 Seiten, Roman
VÖ 2.11.2015
eBook – EURO 9,99 – erhältlich auf allen Plattformen
ISBN 978-3-903091-05-04
264 Seiten, Roman Wortreich Verlag, Wien

Paul hat nun wahrlich keine Glückssträhne, erst informiert in seine Freundin, dass sie zu seinem Freund Markus zieht und kaum hat er diesen Verlust verschmerzt, erfährt er das sein Chef den Buchladen, in dem Paul mit Begeisterung arbeitet, schließen wird. Paul begegnet diesen Krisen, wie er immer mit Krisen umgeht, er zieht sich mit Wein, Nikotin, Jazz und Büchern in seine Wohnung zurück und leckt seine Wunden. Zu ihm Durchdringen kann nur seine Ex-Freundin Klarissa, die er verlassen hat, weil sie ihm zu nahe kam, eine Tatsache über die er sich mehr und mehr klar wird. Wie auch darüber, dass Stefanie, die ihn wegen Markus mit dem Ferrari verlassen hat, seinem Herzen vielleicht gar nicht wirklich nahe stand. Auch für sein berufliches Problem gebe es eine Lösung, aber dafür müsste Paul bereit sein erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Ich habe dieses Buch mit wahrer Begeisterung gelesen. Es ist humorvoll, ironisch, wundervoll optimistisch und das obwohl Paul sich doch sehr schwer tut. Schon alleine wegen seines ausgezeichneten Literatur und Musikgeschmacks, müsste es Spaß machen Paul kennen zu lernen und zu beobachten, wie er sich macht, in der neuen Phase seines Lebens.

Eine Leseprobe gibt es hier: http://verlag-wortreich.at/wp-content/uploads/Leseproben/Am%20Tiefpunkt%20genial_Leseprobe.pdf

 

 

Acetat von Maria Stern

acetat_web-gross Maria Stern

Acetat

Hardcover – EURO 19,90
ISBN 978-3-903091-17-7
ca. 300 Seiten, Roman
VÖ 5.9.2016

eBook – EURO 9,99 – erhältlich auf allen Plattformen
ISBN 978-3-903091-20-7
ca. 300 Seiten, Roman

Verlag Wortreich

Clara Coban, Mordkommisarin in Wien, wird mit Fällen häuslicher Gewalt konfrontiert. Ein Thema, das sie schon lange umtreibt. Als ihre Nachbarin plötzlich verschwindet, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Aber ist die Frau wirklich ermordet worden oder ist Clara mittlerweile ein wenig betriebsblind? Das ist allerdings nicht ihr einziges Problem. Clara Coban hat einen Chef, der sie nicht mag und sie nie einstellen wollte. Auch hat sie es nicht leicht, für ihr Thema überhaupt Interesse zu erwecken. Die Berichtserstattung in den Medien ist eher so, dass die Täter verharmlost werden, hier macht sich eine weitere Front für die Mordkommisarin Coban auf, sie legt sich mit den Medienmogulen Österreichs an, was wiederum zu Spannungen in ihrer eigenen Beziehung führt, denn ihr Mann arbeitet bei einer großen Tageszeitung. Zu alledem geht es ihr gesundheitlich immer schlechter, nach einigen Hin und Her stellt sich heraus, jemand versucht sie zu vergiften.

Maria Stern führt mit Acetat eine neue Ermittlerin in die Krimiwelt ein. Clara Coban ist selbstbewusst, eigensinnig, sensibel und geht keinem Konflikt aus dem Weg. Ich habe mich sehr über diesen Krimi gefreut. Maria Stern hat da einen sehr guten Weg eingeschlagen, sie ist faktensicher, ohne den/die Leser*in mit Fakten zu ersticken. Vor allem war ich sehr froh, einen Krimi zu lesen, der Frauen im Fokus hat. Fühlte mich an Val McDermid erinnert. Eine wirklich Entdeckung. Ich freue mich auf Clara Cobans 2. Fall.

Eine Leseprobe findet sich hier: http://verlag-wortreich.at/wp-content/uploads/Leseproben/Acetat_Leseprobe.pdf

Infos zur Autorin hier: http://verlag-wortreich.at/autoren/maria-stern/

La Laguna von Erika Kronabitter

laguna_cover_web Erika Kronabitter

La Laguna

Verlag Wortreich

Hardcover – EURO 19,90
ISBN 978-3-903091-00-9
232 Seiten, Roman
VÖ 8.5.2016

eBook – EURO 9,99 – erhältlich auf allen Plattformen
ISBN 978-3-903091-15-3
232 Seiten, Roman

La Laguna ist ein Roman mit autobiografischen Zügen. Einmal geht es um Beppo und Hanna, die sich in den 60ziger Jahren kennen und lieben lernen. Die Beziehung zerbricht allerdings an den gesellschaftlichen Zwängen dieser Zeit und der Sturheit von Beppos getrennt lebender Frau, die sich nur scheiden lassen will, wenn sie großzügig abgefunden wird. Das wiederum ist Beppo nicht möglich, da man ihn wahrlich nicht als Erfolgsmenschen sehen kann. Zwar ist er gut ausgebildet, aber zu unstet für eine Anstellung und nicht hart genug, für eine Selbstständigkeit. Hanna verlässt Beppo also mit den zwei Töchtern, die aus der Beziehung hervorgingen und geht eine Vernunftehe ein, um endlich versorgt zu sein.  Irgendwann bekommt, die mittlerweile erwachsene Elena, die ältere Tochter Beppos, die Nachricht, ihr Vater sei auf Tenneriffa ermordet worden. Doch die Nachrichten und Dokumente geben widersprüchliche Daten und Fakten an. Elf Jahre nach Beppos Tod mach Elena sich nach Tenneriffa auf, um zu erfahren, was wirklich geschehen ist und hofft auf Informationen von Beppos Freund Larek.

Erika Kronabitter erzählt die Geschichte um Hanna, Beppo und Elena in Vor- und Rückblenden, was ich anfangs als etwas verwirrend empfand. Doch hat man sich erst einmal auf diesen Erzählstil eingelassen, packt einen die Geschichte und man begibt sich gerne mit Elena auf die Reise. Wie gesagt, die Geschichte ist eine spannende, ein Manko: Die Unausgewogenheit der Figuren. Während Beppo und Hanna, sowie Larek und einige Nebenfiguren sehr klar geschildert sind und Gestalt annehmen, so bleibt Elena sonderbar flach und uninteressant. Ein weiteres: Der Schluss der Suche wird dann doch sehr hingehuscht und abrupt erzählt und so bleiben einige Fäden unverknüpft, was an sich nicht schlimm wäre, aber es ist halt auch nicht genug da, damit die im Leser Geschichte weiterarbeitet. Trotzdem möchte ich das Buch gerne empfehlen.

Eine Leseprobe findet sich hier: http://verlag-wortreich.at/wp-content/uploads/Leseproben/La_Laguna_Leseprobe_ISBN-9783903091009.pdf

Zur Autorin: Erika Kronabitter geboren 1959, Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik/Kunstgeschichte, arbeitet interdisziplinär in den bereichen Literatur, Malerei, Konzept-, Video-, Fotokunst.

Mitglied der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung und der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig. Mehrere Bücher und Preise. Herausgeberin der Lyrik-reihe „Lyrik der Gegenwart“ bei der Edition Ert Science. Organisiert seit 10 jahren den Feldkircher Lyrikpreis, hat den Literaturbahnhof Feldkirch konzipiert.

Anna Goldmann – Lichtschacht

LichtschachtHandlung:

Lena kommt nach Wien um ein neues Leben anzufangen. Lena ist jung und weiß noch nicht so richtig wo es denn hingehen soll, also hangelt sie sich mit verschiedenen Nebenjobs durchs Leben. Als sie eines Abends leicht bekifft aus ihrem Wohnungsfenster guckt, sieht sie drei Leute auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses feiern. Sie sieht kurz weg, sieht wieder hin und plötzlich sind es nur noch zwei. Was ist mit der dritten Person geschehen? Sie weiß es nicht. Die beiden verbliebenen Personen verhalten sich ganz normal, so auf die Entfernung und doch glaubt Lena nicht so recht daran, dass nix geschehen ist. Sie beginnt der Sache nach zu gehen und ist sich lange nicht sicher, ob sie nicht doch eine Kifferparanoia vorantreibt und alle Menschen die ihr begegnen suspekt erscheinen lässt. So beschäftigt damit einen Täter auszumachen, denn es ist tatsächlich eine Frau aus besagtem Haus verschwunden, merkt Lena nicht, dass sie schon lange im Visier eines Psychopathen ist.

Frau Braun meint:

Dieser Krimi oder Thriller ist nicht im üblichen Who´s done it? Muster gestrickt. Also nicht Täter –  Opfer – Detektiv – Lösung. Frau Goldmann geht da viel subtiler vor und versteht es eine Geschichte aufzubauen und zeigt, dass Spannung ohne Blutbäder und wilde Verfolgungsjagden auskommt. Diese Autorin hat wirklich verstanden, was es mit dem Grundsatz „zeigen statt beschreiben“ auf sich hat.

Die Beschreibung von Lenas Einsamkeit und dem modernen Großstadtleben sind von einer lakonischen Melancholie die an die Nieren geht. Die Verlegerin vergleicht Anna Goldmanns „Lichtschacht“ mit den Werken Hitchcocks und liegt da sicher nicht falsch.

 

Anna Goldmann

Lichtschacht

erschienen bei Ariadne Krimi

ISBN 978-3-86754-220-3

12,00 €