Warten auf Poirot von Nora Miedler

Warten auf Poirot

Nora Miedler

Ariadne Krimi 1182
ISBN 978-3-86754-182-4
 

Die Handlung:

Charlie, Sonja, Marnie, Rita und Ingrid sind seit ihrer Schulzeit Freundinnen. Ewige Freundschaft haben sie sich geschworen und so treffen sie sich auch als Erwachsene immer einmal wieder. Fünf Frauen die sich völlig unterschiedlich entwickelt haben. Da ist alles dabei, Hausfrau, Hure, erfolgreiche Anwältin, Prinzessin und eine ohne jegliches Selbstbewusstsein. Sie haben beschlossen gemeinsam die Zeit zwischen den Jahren auf einer Berghütte zu verbringen. Schon schnell gibt es Spannungen und dann sind sie eingeschneit und eine ist tot. Während sie auf eine Möglichkeit warten die Polizei zu informieren, kochen die Gemüter über. Plötzlich bricht sich alles Bahn was sich im Laufe der Jahre aufgestaut hat.

Frau Braun meint:

Nora Miedler hat ein klassiches Agatha Christie Setting gewählt. Ein überschaubarer Personenkreis, auf sich gestellt. Gleich ist klar, eine der vier Hinterbliebenen muss die Täterin sein, und wie sich nach und nach zeigt, haben alle ein Motiv. Charlie, die Versagerin, ohne Selbstbewusstsein und mit diversen Macken erzählt die Geschichte und es ist eine die es in sich hat. Was so während des Seelenstriptease auf den Tisch kommt ist nicht von schlechten Eltern.

Nora Miedler versteht es eine Geschichte aufzubauen. Ich denke was so unter die Haut geht ist die Ausgangssituation. Wer kennt es nicht, die Freundinnen aus der Schulzeit, die einem so nahe waren und dann gehen alle ins Leben, verändern sich, haben andere Bedürfnisse und doch löst keiner das Band, obwohl man sich schon lange nix mehr zu sagen hat. Das hat mich sofort angesprochen und es war gut das ich diesem Gefühl nachgegeben habe. Es ist eine spannende, bitterböse, traurige Geschichte die Frau Miedler da erzählt. Die Figuren sind echt, die Dialoge lebendig. Ein echtes Leseerlebnis.

 

About KaBra

Karin Braun, 59 Jahre, begeisterte Leserin und Erzählerin. Im Grunde mache ich dauernd was mit Worten. Entweder lese ich oder ich schreibe und oft schreibe ich über das Gelesene.

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