“Weiße Nigger” von Ingvar Ambjörnsen. Es ist sein 2. Roman der auch in Deutschland erschien und ist so lesenswert. Ambjörnsen Blick ist ja immer sehr schonungslos, aber nie abfällig, es schwingt bei aller Deutlichkeit der Sprache Humor und Lebenslust mit, auch wenn es einmal eher um das Gegenteil geht. Mir gefällt dieser sehr trockene Humor und die zum Teil lakonischen Beschreibungen der menschlichen Abgründe. Das Buch ist 1985 erschienen und für mich eine Reise in die Jugendzeit.

Mein Interesse an Ingvar Ambjörnsen begann mit den Elling Romanen. Nach denen habe ich einige seine neueren Veröffentlichungen gelesen und hier bereits öfter besprochen. Als ich dann wieder einmal darunter litt, nie studiert zu haben und habe ich mir ja vorgenommen, einmal das Gesamtwerk eines Autors zu lesen und zwar nicht nur unter dem Aspekt: Das ist ein Autor der mir gefällt, in den Geschichten kann ich versinken, sondern mit dem literaturwissenschaftlichen Blick.  Ein Grund warum ich mich chronologisch durchs Ambjörnsensche Werk  lese. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich schon immer sehr viel mehr beim Lesen in Betracht gezogen habe, als die Fähigkeit des/der Autor_in mich temporär aus dem Alltag zu lösen. Am nächsten Literatur Stammtisch, werde ich übrigens ein Kapitel aus seinem jüngsten Buch: Den Oridongo hinauf lesen.



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