wer nicht alt werden-b

Ich gehe ja nun auch auf die 60 zu und das Thema altwerden und wenn ja, wie, ist natürlich präsent. Da ich wusste, dass Luisa Francia gemeinsam mit ihrer Schwester die Mutter gepflegt hat, und sie selbst auch so einige Zipperlein plagen, dachte ich, dass könnte interessant werden … wurde es aber nicht.

Der Untertitel „Nachdenken über die letzte Lebenszeit“ versprach, ja doch ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen. Das wurde es nur bedingt. Das Buch enthält einige sehr anrührende Stellen. Etwa den Brief zum 10 Todestag einer besonderen Freundin und einen Bericht über einen schweren Unfall der Autorin. Ansonsten bietet es nicht viel neues. Fazit ist: Sieh zu das du eine Alternative findest, die zu dir passt, wenn du nicht im Heim landen willst. Was diese Alternativen betrifft, welche es gibt, welche es geben könnte, hätte gerne ein wenig substanzieller behandelt werden können. Dann folgen noch 30 Ratschläge wie man sich das Altwerden erleichtern kann. Da war auch nichts ungewöhnliches dabei. Auch das nicht unwichtige Thema Sterbehilfe kommt deutlich zu kurz. Das wird nur mal so am Rande gestreift.

Ein weiteres Ärgernis ist die Aufmachung. Seit Luisa Francia zu Nymphenburger – Herbig gewechselt ist, kommen ihre Bücher nur noch als Hardback heraus und sind entsprechend teuer. Für ein Buch, welches nun auch an Inhalt einiges an Substanz bietet, zahle ich gerne einen gewissen Preis, aber das hier ist schon toll. Breite Ränder, oben und unten, eine relativ große Schrift, viel Platz zwischen den Absätzen. So stimmen inneres und äußeres dann doch überein, bieten aber zu wenig.

 



Leave a reply