Wind im Mond

Eric Linklater

Illustriert von Nicolas Bentley
Reihe Hanser
Übersetzt von Peter Gan überarbeitet von Gabriele Haefs
Deutsche Erstausgabe
Ab 9, zum Vorlesen
ISBN 978-3-423-62181-6
1. Auflage, 1. August 2004

Wenn Wind im Mond ist, müsst ihr aufpassen, wie ihr euch benehmt, bläst er euch direkt ins Herz, und ihr werdet euch noch lange schlecht benehmen.

… warnt Major Palfrey seine Töchter Dorinda und Dinah, bevor er sich auf eine gefährliche und geheime Mission nach Bombardien begibt.

Dinah und Dorinda stellen bald fest, dass Dinge die sie aus guten Willen anstellen, von den Erwachsenen oft als böse angesehen werden. So beschließen sie, dass sie sich auch gleich schlecht benehmen und Spaß haben können.  Als sie dann noch entdecken, dass sie Zauberkräfte haben gibt es kein halten mehr. Sie erleben allerlei Abenteuer und gewinnen einige außergewöhnliche Freunde. Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihr Vater bei seinem Einsatz in Gefahr geraten ist und sie machen sich auf den Weg ihm zu helfen.

Eric Linklater hat dieses Buch in den 40ziger Jahren geschrieben und in der Bombardei ist unschwer Nazideutschland zu erkennen Die Geschichte hat es nichts von ihrer Aktualität verloren. Besonders in einer Zeit, in der uns so vieles als alternativlos aufgeschwatzt wird. Für Dinah und Dorinda gibt es dieses Wort nicht. Sie machen sich auf die Suche nach Lösungen für ihre Probleme und gehen dabei auch ungewöhnliche Wege.

An einer Stelle meint Major Palfrey zu seinen Töchtern:

Als ich ein Junge war, musste ich meinen Eltern in allem und jedem gehorchen

Worauf diese antworten:

„Ich denke gern selber über alles nach“, sagte Dinah. „Ich auch“, sagte Dorinda. „Natürlich, manchmal ist es langweilig, aber wenn es nicht langweilig ist, dann hab ich es gern.“

Eine wichtige Botschaft. Blinder Gehorsam ist keine gute Alternative und oft muss man ungewöhnliche Wege gehen, um sein Ziel zu erreichen.

Ein Buch das ich nicht nur Kindern empfehle, sondern auch Erwachsenen. Es ist nie zu spät …



2 Comments

  1. herr_momo

    Oh, danke für den Tip.
    Das klingt sut, und ich glaube, das könnte ich selbst mal lesen, bevor ich es an junge Damen verschenke 🙂


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